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Die digitale Heizungsausstellung

Virtuelle Erkundungstouren durch echte Referenzanlagen

Das junge Unternehmen immersight mit Sitz in Ulm hat sich ganz dem Thema "Digitale Showrooms" verschrieben.

Was mit der Erfindung einer Raumbrille anfing, hat sich inzwischen zu einer Gesamtlösung für das digitale Beraten und Verkaufen entwickelt. Seit neuestem gilt das nicht nur für Bäder – sondern auch für Heizungsanlagen.

Wir schreiben das Jahr 2012. Studenten der Elektrotechnik an der Universität Ulm haben gerade eine VR-Brille (VR = virtuelle Realität) entwickelt – die sogenannte Raumbrille. Fünf Jahre später ist die Weltleitmesse ISH, Frankfurt/M., gerade im Sanitär- und Badbereich geprägt von dieser spannenden Technologie. Das Thema "virtuelle Badbegehung" ist eben ein Katalysator für die Beratung und den Verkauf.

Doch wie sieht die Sache eigentlich bei Heizungsanlagen aus?

Anfang 2018 hat immersight schon fast 200 SHK-Fachbetriebe mit einer eigenen virtuellen Ausstellung für Bäder ausgestattet. Darunter auch das Unternehmen Boger aus Ostfildern bei Stuttgart. Doch der Juniorchef Joshua Fruhmann will mehr: Er überzeugt den Gründer der immersight GmbH, Fabian Weiss, dass eine Lösung für die zeitgemäße Heizungsberatung kreiert werden muss. Zusammen starten Boger und immersight ein entsprechendes Pilotprojekt. Von diesem Vorhaben bekommt auch der Hersteller Buderus Wind – der Hauptlieferant von Boger – und lädt Weiss zum Gespräch nach Wetzlar ein. Auch dort ist man von der Idee begeistert und sichert Unterstützung zu. So nimmt das Projekt endgültig Fahrt auf und schließlich wurde auf der ISH 2019 am Stand von immersight und auch am Stand von Buderus die erste Lösung für die "digitale Heizungsausstellung" vorgestellt.

Ein Mann erklärt einer Frau etwas auf einer Leinwand.
Quelle: immersight
Joshua Fruhmann vom SHK-Fachbetrieb Boger im Beratungsgespräch: In der digitalen Heizungsausstellung kann sich die Kundin anhand realer Projektbeispiele einen eigenen Eindruck verschaffen.

"Wir freuen uns über diese Innovation im Heizungsmarkt und beobachten, dass unsere Fachhandwerkskunden und »Starclub«-Mitglieder durch den Einsatz einer digitalen Heizungsausstellung tatsächlich schneller und besser beraten", zieht Martin Petersen, Marketing bei Bosch Thermotechnik, ein Fazit.

Vom Pilotprojekt zur fertigen Lösung

"Natürlich war das kein »Prototyp«, den wir auf der ISH 2019 zeigten. Vor allem die »Starclub«-Mitglieder von Buderus waren hellauf begeistert und so wurden auch direkt mehrere digitale Heizungsausstellungen bestellt und ausgeliefert", erklärt Fabian Weiss. Die erste digitale Heizungsausstellung läuft bereits seit über einem Jahr beim SHK-Fachbetrieb Boger und hat sich dort bewährt. Hierzu erklärt Joshua Fruhmann: "Die Heizungen sind heute kompakt und vor allem schick. Im Keller des Kunden wird Platz für anderes frei und das ist häufig ein Argument. Aber so schön herzeigbar die Heizungen auch sind, ein Bildchen in einem Katalog, auf dem man nur den Kessel sieht, ist einfach zu wenig, um sich darunter praktisch etwas vorzustellen." Bei Boger wird sowohl im Betrieb als auch beim Kunden vor Ort beraten. Die digitale Heizungsausstellung ist deshalb nicht nur über einen großen TV oder Beamer nutzbar, sondern kann auch ganz bequem mittels Tablet zum Kunden "mitgenommen" werden.

Zwei Männer stehen vor einer Heizungsanlage.
Quelle: immersight
Joshua Fruhmann vor Ort im Heizungsraum: Mittels Tablet kann der Kunde in seinen eigenen "vier Wänden" zielgerichtet zu möglichen Lösungen beraten werden.

"Wir zeigen in jeder Heizungsberatung Vorher-Nachher-Aufnahmen von echten Referenzanlagen. Das unterstreicht einerseits unsere Kompetenz, andererseits zeigt es die Installation, mit der wir unser Geld verdienen – und nicht nur das Produkt »Heizungskessel«", führt Fruhmann weiter aus.

Das besondere an der digitalen Technik von immersight: Der Kunde kann mitmachen! Mit einem "VR-Controller" darf der Kunde die Steuerung übernehmen und schaut sich völlig eigenständig auf dem Bildschirm die Referenzan-lagen an. Genauso geht das auch mit dem Tablet – hierbei hält der Kunde das Tablet in den Händen und dreht sich mit dem ganzen Körper im Raum.

"Seitdem wir diese interaktive Präsentation in der Beratung einsetzen, sind die Kunden viel schneller überzeugt und wir sparen wertvolle Zeit in der Kundenberatung", ergänzt Fruhmann. Mit dem Web-Showroom von immersight kann der Installateur des Weiteren auf seiner eigenen Webseite ein Erlebnis bieten.

Weiterführende Informationen: https://immersight.com/

Dienstag, 05.11.2019