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Neues von der Wohnraumlüftung - Teil 2

Schütz: Neue Flachkanäle

Die Grafik zeigt, wie die neuen Flachkanäle in die
Quelle: Schütz
Beispiel der Integration der neuen Flachkanäle in die "Airconomy"-Bodenkonstruktion.

Die Schütz GmbH & Co. KGaA hat neu konzipierte Flachkanäle vorgestellt, die im Neubau wie in Bestandsimmobilien zum Einsatz kommen können. Speziell zur Integration in die Bodenkonstruktion konzipiert, weisen die dampfdicht isolierten Flachkanäle mit 85 mm eine deutlich geringere Bauhöhe im Querschnitt auf. Dabei gewährleisten sie nach Angaben des Herstellers dennoch die erforderlichen Luft­volumenströme und entsprechen darüber hinaus der DIN 1946-6, nach der ­Außen- und Fortluftkanäle dampfdicht isoliert sein müssen.

Als Komponenten ­fügen sich die neuen Flachkanäle nahtlos in das Schütz-System "Airconomy" ein. Bei "Airconomy" handelt es sich um ein Komplettsystem, das nicht nur die klassische Warmwasser-Fußbodenheizung mit kontrollierter Be- und Entlüftung und Wärmerückgewinnung kombiniert. Es bietet außerdem die Möglichkeit zur bedarfsgerechten Kühlung.

Die neuen Flachkanäle können nachträglich in Bestandsimmobi­lien eingebaut werden, soweit der Bodenaufbau mindestens 16 cm aufweist. Eine kollisionsfreie Kanalführung in der Planung vorausgesetzt, lassen sich mit den neuen Flachkanälen also sowohl im Neubau wie in der Sanierung von Bestands­immobilien sonst unvermeidliche Verluste in der Raumhöhe verhindern.

Stiebel Eltron: Neues dezentrales Lüftungsgerät "LWE 40"

Das neue dezentrale Lüftungsgerät "LWE 40" von Stiebel Eltron verfügt über einen Aluminium-Wärmeübertrager, der besonders leicht zu reinigen ist – meist reiche nach Herstellerangaben das Ausspülen unter fließendem Warmwasser, gegebenenfalls sei auch der Einsatz von etwas Spülmittel möglich.

Das dezentrale Lüftungsgerät
Quelle: Stiebel Eltron
Das dezentrale Lüftungsgerät "LWE 40" ermöglicht eine Wärmerückgewinnung aus der Abluft.

Zudem bietet das Gerät eine gute Filterwirkung, da Filter sowohl auf der Innen- wie auch auf der Außenseite eingesetzt werden. Durch die regenerative Wärmeübertragung lädt sich der Aluminium-Wärmeübertrager mit der Wärme der Abluft auf. Nach 40 Sekunden wechselt der EC-Ventilator die Richtung und befördert Außenluft in den Raum. Dabei wird die zuvor aufgenommene Wärme an die Zuluft abgegeben.

Die Geräte werden mindestens paarweise eingesetzt und arbeiten jeweils wechselseitig, so dass im Raum kein Unter- oder Überdruck entsteht. Je nach Anforderung lassen sich bis zu acht Lüftungsgeräte über eine Steuereinheit und eine Bedieneinheit betreiben.

Die Montage ist sowohl in quadratischen als auch in runden Wanddurch­brüchen möglich. Mit einem speziellen Teleskopgehäuse können Wandstärken von bis zu 800 mm überbrückt werden. Der realisierbare Luftvolumenstrom betrage zwischen 20 und 70 m³/h bei einer Leistungsaufnahme zwischen 2 und 7 W.

Systemair: Neues Lüftungsgerät "Geniox"

Ein
Quelle: Systemair
Die "Geniox"-Lüftungsgeräte gibt es in 14 Baugrößen für Luftmengen von 750 bis 86.000 m3/h.

Durch vielfältige Konfigurationsmöglichkeiten kann das neue Lüftungsgerät "Geniox" aus dem Hause Systemair in vielen Anwendungen zum Einsatz kommen: beispielsweise in Gewerbebauten, Rechenzentren oder im Hygiene-, Marine- oder Industriebereich. Die "Geniox"-Baureihe ist mit ihren 14 Baugrößen dabei für Luftmengen von 750 bis 86.000 m3/h (0,2 bis 24 m³/s) ausgelegt.

Die Geräte sind mit vorin­stallierter und vollintegrierter Regelung erhältlich und bieten umfangreiche Funktionen, wie zum Beispiel Alarme, Zeit­einstellungen, Betriebsdaten und Betriebsstatus. Die Regelung verfügt zudem für alle Ein­stellungen über eine externe Fern­bedienung, welche überall im Gebäude platziert werden kann. Die Regelung ist für die Kommunikation mit einer ­Gebäudeleittechnik vorbereitet.

Mit der Auslegungssoftware "System­air­CAD" können die "Geniox"-Lüftungsgeräte ­außerdem konfiguriert werden. Des Weiteren weist "Geniox" auch konstruktive Vorteile auf: Durch die Trennung der inneren und äußeren Gehäuseschale durch eine 60 mm starke Dämmung werden Wärmebrücken konsequent verhindert und eine gute Wärmedämmung ­erreicht.

Nach Angaben des Herstellers übertreffen die "Geniox"-Lüftungsge­räte die ab 2018 vorgege­benen Anfor­derungen der Ökodesign-Richtlinie. Besonders lang­lebig seien die Geräte durch die korrosionsbeständige Oberfläche des Gehäuses, welche die Außenteile des Gerätes vor Beschädigungen und Kratzern schützt.

Zehnder: Neues Zuluft-Tellerventil "ComfoValve Luna S125"

Mit einer Aufbauhöhe von nur 30 mm fügt sich das neue Zuluft-Tellerventil "ComfoValve Luna S125" von Zehnder dezent in die Raumarchitektur ein. Weiterhin kann das Tellerventil durch eine werkzeuglose Installation überzeugen: Das Ventil wird lediglich in das Luftdurch­lassgehäuse eingesteckt und mit dem integrierten Gummidichtungsring fixiert, der zugleich das Hinterströmen des ­Ventils verhindert.

Das Zuluft-Tellerventil
Quelle: Zehnder
Das Zuluft-Tellerventil "ComfoValve Luna S125".

Für eine praxisgerechte Handhabung kann das Tellerventil zudem direkt in der Decke oder Wand montiert und einreguliert werden – ohne mehr­maliges Herausnehmen des Ventils wie bei anderen Tellerventilen. Die Einstellung der Luftmenge erfolgt übersichtlich durch Drehen am Aus­ström­ele­ment. Die gewünschte Einstellung kann daraufhin direkt auf dem vorgesehenen Bereich notiert sowie durch eine Arretierungsmöglichkeit gegen unbeabsichtigtes Verstellen gesichert werden.

Ferner ist für "ComfoValve Luna" ein Begrenzungselement erhältlich. Dieses kann zur flexiblen Ausrichtung der Luftausströmung im Tellerventil montiert werden, sodass die Luftverteilung an der gewünschten Stelle blockiert und die Ausströmung statt über 360° nur über 240° stattfindet.

Donnerstag, 27.07.2017