Infrarotheizung

Infrarotwellen sind elektromagnetische Strahlen deren Wellenlänge außerhalb des sichtbaren Spektrums am roten Ende liegen. Die Infrarotheizung zählt zu den Strahlungsheizungen. Das heißt, Infrarotheizungen erwärmen nicht die Luft, wie bei herkömmlichen Heizungssystemen, sondern senden langwellige Wärmestrahlung direkt in den Raum und erwärmen die sich dort befindlichen festen Körper, wie Wände, Möbel und Personen.

Infrarotheizungen sind günstig in der Anschaffung, lassen sich leicht nachrüsten und in der Regel ohne großen Aufwand montieren. Eine einfache Steckdose reicht meist aus um die Heizquelle in Betrieb zu nehmen. Infrarotheizungen haben keine langen Vorheizzeiten.

Oft wird sie gleichzeitig als Designelement eingesetzt. Allerdings handelt es sich hierbei um das ökologisch umstrittene Heizen mit Strom und die hohen Kosten gegenüber Öl-, Gas- und Holzheizungen sowie die Anforderungen von EnEV und EEWärmeG müssen bedacht werden. Der Einsatzbereich von Infrarotheizungen findet sich daher überwiegend nur in einzelnen Räumen wie bspw. Badezimmer, Carport, Wintergarten, Wochenendhaus oder als punktuelle Ergänzung neben anderen Heizquellen und auch als Übergangsheizung. Neben dem Einsatz im privaten Bereich ist die Infrarotheizung auch im gewerblichen Bereich zu finden.

Im Bild ein Infrarot-Deckenheizelement des Unternehmens Vitramo.
Quelle: Vitramo GmbH / http://www.infrarotheizung-vitramo.de/
Die Infrarot-Deckenheizelemente des Unternehmens Vitramo bestehen aus einer 5 mm dicken satinierten ESG-Glasscheibe, die rückseitig durch eine Heizschicht, die elektrische Energie in Wärme umwandelt, erwärmt wird.

Quelle: Waldschmidt, Wolfgang (2006): ABC der Wärme in Wohngebäuden.Frankfurt am Main. VWEW Energieverlag.

Alle Fachlexikoneinträge anzeigen

Montag, 30.01.2017