Öko-Stromnetz sorgt für nachhaltige Mobilität

„Zu den Lösungen, die auf die KNX Technologien aufsetzen, zählen unter anderem "SMART CONNECT KNX e-charge II" von ise GmbH und "EibPC2" von Enertex Bayern GmbH. Mit ihnen lassen sich via KNX eigene Quellen der Stromerzeugung wie Photovoltaik-Anlagen für das Laden von Elektro-Fahrzeugen nutzen, in dem die Ladestationen in das Energiemanagement-System des smarten Zuhauses oder Gebäudes einbezogen werden. Dabei können bis zu fünf verschiedene Ladepunkte verschiedenster Hersteller an dasselbe System angebunden werden.

Ladestrom und Ladeprozesse werden dabei unter Berücksichtigung des aktuellen Stromverbrauchs so gesteuert, dass andere laufende Geräte und Installationen im Gebäude wie z.B. die Waschmaschine, der Ofen oder die Klimaanlage nicht beeinträchtigt werden. Auch eine Priorisierung bestimmter Ladepunkte ist möglich, damit das Fahrzeug am schnellsten geladen wird, das zeitnah benötigt wird. Sogar Wetterdaten und -vorhersagen lassen sich in die Steuerung der Ladeprozesse einbeziehen. Steht aufgrund der Wetterverhältnisse oder in den Nachtstunden über Photovoltaik-Anlagen weniger Energie zur Verfügung, werden die Ladevorgänge entsprechend reguliert, damit kein zusätzlicher Strom vom regionalen Stromanbieter bezogen werden muss. Das spart Kosten.“

Ein Gewinn für den Klimaschutz – KNX „ist im Bereich Smart Homes und Buildings ein Key Player und liefert das technologische Fundament, um Elektromobilität durch die Verknüpfung von Stromerzeugung aus regenerativen Quellen mit einem intelligenten Energiemanagement und der Anbindung von Ladestationen verschiedenster Hersteller gewinnbringend für den Klimaschutz einzusetzen", erklärt Franz Kammerl, Präsident der KNX Association.

Zukunftsfähige Mobilität

Eine zentrale Voraussetzung für den Hochlauf der Elektromobilität in Deutschland ist eine flächendeckende und auf die Bedürfnisse der Verbraucher ausgerichtete Ladeinfrastruktur. Für viele Menschen kommt die Anschaffung eines Elektrofahrzeugs nur dann in Frage, wenn sie dieses in einem akzeptablen Zeitraum und in räumlicher Nähe laden können.

Die Förderprogramme der Bundesregierung leisten einen zentralen Beitrag, bundesweit ein bedarfsgerechtes Netz von Ladestationen aufzubauen – es geht um mindestens 15.000 neue Ladestationen. Das BMVI wird bis Ende 2025 den Aufbau von Ladesäulen mit rund sechs Milliarden Euro fördern. Ziel ist der Aufbau einer flächendeckenden und bedarfsgerechten Ladeinfrastruktur für batterieelektrische Fahrzeuge in Deutschland. Das BMVI fördert dabei die Ladesäulen-Hardware wie auch den Netzanschluss sowie Modernisierungsmaßnahmen an bestehender Ladeinfrastruktur.

In der Referenz: Leuchtturmprojekt „Neue Weststadt – Klimaquartier“.
Quelle: reev GmbH / https://reev.com/
Lade- und Bezahlvorgang im Kontext der E-Mobilität mit einer anwenderfreundlichen Lösung vom Anbieter reev.

Im Rahmen der Förderrichtlinie Ladeinfrastruktur wurden in insgesamt sechs Förderaufrufen rund 31.000 Ladepunkte bewilligt, davon gut 9.700 Schnellladepunkte. Das entspricht einem Fördervolumen von rund 261 Millionen Euro. Gut 11.500 der geförderten Ladepunkte sind bereits in Betrieb (Stand 04.01.21). Neben der öffentlichen Ladeinfrastruktur fördert das BMVI auch private Ladeinfrastruktur an Wohngebäuden mit einer Pauschale von 900 Euro.

Urban, mobil und klimaneutral

Die ökologische Umgestaltung auch des öffentlichen Personennahverkehrs ÖPNV wird aufgrund der NOx– und Feinstaubproblematik zum vordringlichen Thema bei der zukünftigen Stadt- und Verkehrsplanung.

„Hier hat die Stadt Esslingen schon eine Vorreiterrolle, da sie zu den drei Kommunen in Deutschland gehört, in denen ein großer Anteil der öffentlichen Verkehrsleistung mit strombetriebenen, oberleitungsgebundenen Bussen erbracht wird. Die noch in Betrieb befindlichen Dieselbusse sollen zeitnah durch Elektro-Hybridbusse ersetzt werden, um das langfristige Ziel einer nahezu vollständigen Elektrifizierung des Esslinger Liniennetzes zu erreichen. Da das Oberleitungsnetz nicht komplett ausgebaut werden kann, sind dafür Elektrobusse mit Batterien notwendig, die die erforderlichen Streckenabschnitte ohne Oberleitungsnetz auch überbrücken können.

Weiterführende Informationen: https://neue-weststadt.de/informationszentrum/

Mittwoch, 25.08.2021

Von Dipl.-Ing. (FH) Eckart Reiser
Online-Redaktion
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