Intelligentes Luftverteilmodul

"Flat Box" von Vallox: Softwaregesteuerte Luftverteil- und Schalldämmbox für zentrale Komfortlüftung

Der Einsatzbereich von zentralen Komfortlüftungssystemen hat sich zunehmend auch auf den Geschosswohnungsbau erweitert. Ein wohnungszentrales Lüftungsgerät bietet individuell regelbaren Komfort, erfordert jedoch neben dem nötigen Platz in jeder Wohneinheit die Durchdringung der Gebäudeaußenhülle. Deshalb wird oftmals ein gebäudezentrales Lüftungssystem favorisiert, um den Aufwand für Leitungsinstallationen innerhalb der Wohneinheiten zu vermeiden. Eine individuelle Regulierbarkeit der Frischluftversorgung ist dabei jedoch nur durch den Einsatz von Volumenstromreglern gegeben, für die dem Nutzer eine entsprechende Bedienbarkeit zur Verfügung stehen muss.

Intelligentes Modul für die Frischluftverteilung

Die von Vallox entwickelte "ValloFlex Flat Box" vereint das Prinzip einer gebäudezentralen Frischluftversorgung mit individueller Regelbarkeit. In einer kompakten, intelligenten Einheit fasst die "Flat Box" die Komponenten Volumenstromregler, Schalldämpfer und Luftverteilkasten zusammen. Damit vereinfacht das Modul zwischen Lüftungsgerät und Lüftungsventilen die gesamte Prozesskette von Planung, Materialdisposition, Montage und Wartung.

Grafik der
Quelle: Vallox GmbH

Das Innere des flachen Rechteckgehäuses teilt sich in softwaregesteuerte Zu- und Abluftmodule mit integrierten Schalldämmkulissen. Der Nutzer regelt seinen individuellen Frischluftbedarf über ein UP-Bedienelement, das in zwei Ausführungen zur Auswahl steht. Über eines der Bedienteile "Mini" oder "Touch" lassen sich die drei Betriebsarten Manuell, Automatik oder Zeitprogramm wählen. Mit einem optionalen VOC-Sensor wird die "Flat Box" zu einem intelligenten Frischluftverteiler, der selbsttätig die Luftmengen abhängig von der Luftqualität regelt.

Durchdringung der Gebäudehülle nur für gebäudezentrales Lüftungsgerät

Für einen bedarfsgerechten wohnungsweisen Betrieb übernimmt die "Flat Box" die Funktionen Verteilung, Volumenstromregelung, Steuerung und Schalldämpfung für Luftvolumenströme von 40 bis 220 m³/h. Mit nur 200 bzw. 250 mm Bauhöhe lässt sich die Flat Box wahlweise horizontal in abgehängten Decken oder in vertikaler Einbaulage in Vorwandinstallationen integrieren.

Die Zu- und Abluftführung zwischen dem gebäudezentralen Lüftungsgerät und den "Flat Box"-Verteilungen erfolgt über gemeinsame Steigleitungen mit Abzweigen in den jeweiligen Geschossen. Gebäudedurchdringungen und Leitungsführungen für Fortluft und Außenluft sind nur für das gebäudezentrale Lüftungsgerät erforderlich. Im Vergleich zu wohnungsweisen zentralen Lüftungsgeräten entfallen damit die ansonsten nötigen Leitungen sowie die Gebäude- bzw. Dachdurchdringungen für Fort- und Außenluft.

Die Grafik beschreibt die Funktionsweise des gebäudezentralen Lüftungssystems
Quelle: Vallox GmbH

In Objekten wie Geschosswohnbauten oder Bürogebäuden bildet die "Flat Box" das Verteil- und Steuerungsmodul zwischen den Zu- und Abluftverteilsträngen und der Verteilung zu den einzelnen Räumen. Die strangseitige Zu-/Abluft-Anbindung erfolgt in der Nennweite 125 mm. Auf der Raumseite lassen sich bis zu sieben "ValloFlex"-Luftverteilrohre (d=75 mm) mit bis zu 30 m³/h je Lüftungsrohr anschließen. Für die Verlegung der Luftverteilung in der Aufbetonschicht einer Elementdecke steht eine Adapterplatte zum Einbetonieren in eine Fertigteildecke zur Verfügung.

Die "Flat Box" ergänzt das Vallox-Programm der hocheffizienten Zentrallüftungsgeräte "Commercial Line", die für den Einsatz in Geschosswohnungsbauten Luftleistungen von 750 m³/h bis 3.500 m³/h ermöglichen und über eine Passivhauszulassung verfügen.

Weiterführende Informationen: https://vallox.de

Montag, 13.11.2017