Beruf(ung) SHK

Web-Serie des HeizungsJournals – Folge 3: Alles auf Anfang im Sanierungsobjekt

Was macht eigentlich das SHK-Fachhandwerk den ganzen Tag? Das fragte sich die Online-Redaktion des HeizungsJournals und beschloss, Einblicke in die Praxis zu sammeln und Profis aus verschiedenen Bereichen des Berufsbilds in ihrem Alltag zu begleiten. Die nächsten Folgen widmen sich der Sanierung eines Wohnhauses, in die wir immer wieder hineinschnuppern werden…

Eine energetische Sanierung ist eine besondere Herausforderung für alle Beteiligten. Nicht nur müssen sich sämtliche Gewerke – Fliesenleger, Maler, Elektriker und natürlich Sanitär- und Heizungsinstallateure etc. – untereinander abstimmen, es kommt außerdem immer wieder zu unvorhergesehenen Zwischenfällen, die Planänderungen und Verschiebungen mit sich bringen.

In einem zweistöckigen Wohnhaus mit 180 m2 Fläche erlebt die Online-Redaktion in den nächsten Monaten eine Sanierung mit allen ihren Herausforderungen. Das Haus wird von Grund auf saniert, mit allem, was dazu gehört. Für uns interessant sind natürlich die neuen Bäder mit ihren Sanitärinstallationen, die neue Heizungsanlage sowie die Verlegung der Fußbodenheizung.

Ein Mehrfamilienhaus von außen.
Quelle: HeizungsJournal/Pakosch
Von außen schon repräsentabel…

Wohnzimmer in der Renovierungsphase.
Quelle: HeizungsJournal/Pakosch
…im Inneren noch nicht ganz "besenrein".

Bevor die neue Heizung und modernen Sanitärinstallationen aber einziehen können, müssen erst einmal die alten Geschichten aus dem Haus.

Deswegen nun ein kleiner Einblick in die Vorarbeiten der Erneuerung - dabei wird der Monteur im wahrsten Sinne des Wortes zum Demonteur.

Das Bad im OG soll komplett neu gemacht werden. Seit neuestem auch mit Fußbodenheizung: Im ursprünglichen Plan war nämlich keine vorgesehen, der Bauherr hat sich jetzt aber doch dafür entschieden – ein Paradebeispiel für eine spontane Änderung, für die alle Beteiligten umdisponieren müssen. Davor kommen erstmal die alten Wasserleitungen weg.

Ein Handwerker entfernt alte Wasserleitungen.
Quelle: HeizungsJournal/Pakosch
Die alten Leitungen werden nicht mehr gebraucht.

Die Reste einer Wand müssen auch noch beseitigt werden - ein Beispiel für ein unvorhergesehenes Ereignis "live" bei der Arbeit: Die vorhandene Wand musste aufgrund statischer Einwände des Fliesenlegers weichen, jetzt warten alle auf die neue.

Ein Handwerker entfernt mit einem Meißel Mauerreste.
Quelle: HeizungsJournal/Pakosch
Alle Reste der Wand müssen weg sein, bevor die neue eingebaut werden kann.

Die kommt aber heute noch nicht, was den Einbau der Fußbodenheizung weiter verzögert. Der Trockenbauer ist zwar gerade vor Ort, wird aber erst in einigen Tagen mit der Wand anfangen können. Vorher bespricht er die Anforderungen mit der für die Bad-Installation zuständigen Firma Bohn Haustechnik aus Winnenden.

Drei Handwerker besprechen etwas.
Quelle: HeizungsJournal/Pakosch
Wie bauen wir die Wand? Zwei Gewerke ins Gespräch vertieft.

Von unten dringen dabei die Töne des "Alternativprogramms" zum Einbau der Fußbodenheizung: Eine weitere Wand wird dort gerade herausgerissen. Da die Installation nicht beginnen kann, werden solche "kleineren" Vorarbeiten jetzt erledigt – immer flexibel sein und sich den neuen Gegebenheiten anpassen, gehört zu so einer Sanierung offensichtlich immer dazu. Es bleibt also spannend auf der Baustelle!

In der nächsten Folge wird der Kesseltausch im Objekt näher betrachtet. Hier muss der bestehende Ölkessel einem Gas-Brennwert-Heizgerät weichen…

Dienstag, 16.04.2019