Großhandel spart für Handwerker

Handel und Dienstleistung werden digital (I)

Der Technische Handel wird durch die Digitalisierung entscheidend verändert.

Das Bild zeigt eine grafische Darstellung zum Thema
Quelle: VTH
Weit mehr als nur „Kistenschieben“: Der digitalisierte Technische Handel bietet mehr als 30 Dienstleistungen für seine Kunden.

Über den bloßen Verkauf hinaus bietet die Branche bis zu dreißig verschiedene Dienstleistungen an – elektronische und klassische. Dadurch senken die Großhändler die Kosten ihrer Kunden und setzen sich gleichzeitig deutlich von Versand- und Online-Handel ab. Das ist die zentrale Aussage des aktuellen Whitepapers „Dienstleistungen des Technischen Handels“, das diesen zusätzlichen Nutzen genauer unter die Lupe nimmt.

„Die Technischen Händler sind keine ‚Kistenschieber‛ oder ‚Boxmover‛, sondern tragen mit ihrer Wertschöpfung dazu bei, die Prozesskosten ihrer Kunden zu senken. Und genau das ist ein Hauptinteresse der Industrie unter 4.0-Vorzeichen“, so Thomas Vierhaus, Hauptgeschäftsführer des Verbandes Technischer Handel e.V. (VTH) im Vorwort des aktuellen Whitepapers „Dienstleistungen des Technischen Handels“. Im Zeitalter von Industrie 4.0 biete der Technische Handel mit über dreißig Services sieben verschiedene Arten von Dienstleistungen, die das umfassende Sortiment an Produkten ergänzen, sagen die Autoren der Studie.

Mit diesen kundenspezifischen Dienstleistungen hebe sich der Technische Handel von der Konkurrenz des Versand- und Online-Handels ab, heißt es weiter: „Denn beim Technischen Handel endet die Leistung nicht mit dem Versand der Ware.“

Dienstleistungs-Trends 4.0

Der globale Trend zur Digitalisierung äußert sich im Großhandel als „Smart-Services-Revolution“: Der Kunde erwartet nicht nur Produkte, sondern personalisierte und passgenaue Lösungen. Für den technischen Handel gelte es, Kompetenzen aufzubauen, die dem Kunden helfen, so wirtschaftlich wie möglich zu arbeiten. Dazu gehören beispielsweise IT-Dienstleistungen wie die Integration von E-Shops oder E-Beschaffungs-Systemen (E-Procurement), aber auch wissensbasierte Customer Services. Der VTH hebt dabei vor allem die Dienste rund um das Produkt hervor: „Von der Bedarfsanalyse und Produktauswahl über die Installation bis zur Einweisung der Mitarbeiter vor Ort. Dazu kommen logistische Leistungen von der Just-in-Time- Belieferung über das komplette C-Teile-Management bis hin zur standortübergreifenden Materialbewirtschaftung.“

Die identifizierten sieben Typen von Dienstleistungen des Technischen Handels sind:

  • Produktnahe,
  • wissensintensive,
  • logistische,
  • informationstechnologische (IT),
  • finanzielle und
  • herstellerbezogene Dienstleistungen
  • sowie Customer Services.

Das SanitärJournal wird weiter über diese digitale Revolution im Technischen Handel berichten. Das Whitepaper des VTH lässt sich im unten stehenden Link herunterladen.

Dienstag, 11.06.2019