Wir sind mehr als ein „Troubleshooter“

Wie haben Sie dabei den Vertrieb Ihrer mobilen Heiz- und Kältezentralen strukturiert?

Stefan Heer: Wir haben erkannt, dass der Markt für mobile Heizzentralen und Kältelösungen in den letzten Jahren ein neues Level erreicht hat. Dementsprechend entwickeln wir auch unsere Vertriebsstrukturen weiter. Für die Marke Energie Bringer nutzen wir die Möglichkeiten des Großhandels und der angeschlossenen Vertriebsgesellschaften und Handelsvertreter. Damit ist ein komplettes Filialnetz hinzugekommen. Buchungen sind verstärkt auch online möglich. Insgesamt sind wir jetzt breiter im Markt erreichbar. Für unsere Kunden mit geringerem Beratungsbedarf bedeutet das noch kürzere Reaktionszeiten.

Service und schnelles Reagieren auf die individuellen Wünsche des Kunden sind das „A & O“ auch in der SHK-Branche. Inwieweit unterstützt Ihr Team die Fachhandwerker im Praxisalltag beispielsweise bei komplexeren Anfragen für Prozesswärme oder Mietkälte sowie bei der Inbetriebnahme?

Marc-Oliver Pehlke: Während die einen genau wissen, was sie brauchen, sind in anderen Fällen eine eingehendere Beratung oder weiterreichende Services erforderlich, wie etwa bei Kaskadenkonzepten für die Bautrocknung für Großbaustellen oder bei frühzeitigen Planungen für dezentrale Heizräume. Für eine intensivere Betreuung stehen die Handelsvertreter von Energie Bringer sowie das Außendienstnetz der GC-Gruppe als Ansprechpartner zur Verfügung.

Welche Produkte laufen denn gerade bei Energie Bringer besonders gut? Wie entwickeln sich „speziellere“ Lösungen, wie zum Beispiel die „mobilen Frischwassermodule“?

Stefan Heer: Derzeit boomt der Markt in allen Bereichen. Analysen sprechen von einem Zuwachs im Heizungsbau von 13 Prozent im letzten Jahr. Im Lockdown ist die Nachfrage nach neuen Heizungen und Modernisierungen regelrecht explodiert. Der Umbau im Bestand wird dabei vielfach durch mobile Heizanlagen erleichtert. Sie garantieren eine unterbrechungsfreie Versorgung mit Wärme und Warmwasser und vereinfachen die auszuführenden Arbeiten. Das gilt auch bei Ausbau und Wartung von Nah- und Fernwärmenetzen sowie für den Bereich Klima und Kälte. Im SHK-Handwerk, also dem Kernmarkt von Energie Bringer, dominieren Geräte im niedrigen bis mittleren Leistungsbereich. Saisonbedingt nimmt aktuell die Nachfrage nach Kälteanlagen, unter anderem für Prozesskälte und Klimageräten, zum Beispiel für Serverräume, wieder zu.

Foto: Mobile Heizzentralen gehören heute zum Standard, zum Beispiel bei Wartung, geplanten Umbauten und Sanierungen.
Quelle: Energie Bringer
Heute gehören mobile Heizzentralen zum Standard, zum Beispiel bei Wartung, geplanten Umbauten und Sanierungen: Erreichbarkeit und hohe Verfügbarkeit spielen dabei die wichtigste Rolle.

Zum Schluss: Als Energiedienstleister beschäftigen Sie sich intensiv mit der dezentralen Bereitstellung von Energie für Heiz- und Kühlzwecke. Sehen Sie den „European Green Deal“ – mit dem langfristigen Ziel „Null Treibhausgas-Emissionen“ – eher als Herausforderung oder Chance für den Markt der mobilen Energie? Wie könnten hier Strategien und Lösungen zur „Defossilisierung“ aussehen?

Stefan Heer: Die mobilen Wärme- und Kältelösungen der Heizkurier Gruppe, derzeit mit den Marken Energie Bringer, Heizkurier und energy4rent, sind per se wichtige Bausteine der Energiewende. Durch die mobilen Lösungen wird es vielerorts handwerklich und wirtschaftlich erst möglich, neue Konzepte zu realisieren, etwa indem sie die Wärme-, Warmwasser- oder Kälteversorgung in Umbauphasen unterbrechungsfrei und saisonunabhängig überbrücken. Sie schaffen aber auch räumliche Freiheiten für neue klimafreundlichere Energie- und Heizlösungen. Ein Beispiel sind unsere Sonderbauten und dezentralen Energieräume, die die Integration moderner Energiekonzepte im Altbaubereich, aber auch in der Industrie, im Neubau sowie im Bereich der Nah- und Fernwärme ermöglichen.

Marc-Oliver Pehlke: Darüber hinaus arbeiten wir ständig an der Verbesserung unserer eigenen Anlagen und integrieren effiziente und umweltschonende Bauteile und Technologien überall dort, wo es möglich und geboten ist. Ein Beispiel ist die Online-Regelung zur Fernsteuerung unserer mobilen Heizzentralen. Dadurch ist eine effizientere Steuerung möglich und zudem können zahlreiche Kontrollfahrten und somit CO2-Emissionen eingespart werden.

Weiterführende Informationen: https://www.energiebringer.de/

Freitag, 02.07.2021

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