Wie viel Wind und Solarstrom fließen aktuell ins Netz?

Informationsplattform der Bundesnetzagentur online

Man sollte nicht gerade bei Regen dem Kunden eine PV-Anlage verkaufen wollen. Es sei denn, man könnte ihm belegen, dass in Deutschland trotz der örtlichen Schauer sehr viel Solarstrom ins öffentliche Netz fließt, er, der Kunde, also übers Jahr gesehen seinen Ertrag haben wird. Das ist neuerdings möglich.

Das Diagramm zeigt die Stromerzeugung vom 29.-31. Juli 2017.
Quelle: Smard.de
Stromerzeugung am 30./31. Juli 2017, abgetragen je Viertelstunde.

Seit Juli dieses Jahres meldet "Smard", die Informationsplattform der Bundesnetzagentur zum Strommarkt, viertelstündlich unter anderem die Erzeugungsleistung an Erneuerbaren Energien und den momentanen Gesamtverbrauch.

Die Bundesnetzagentur aktualisiert die Plattform kontinuierlich. Das heißt, die zentralen Strommarktdaten für Deutschland, teilweise auch für Europa, stehen nahezu in Echtzeit zur Verfügung: Erzeugung, Verbrauch, Großhandelspreise, Im- und Export, Regelenergie, und das alles aufgegliedert für unterschiedliche Zeiträume und für beinahe jedweden Energieträger.

Selbstverständlich können die Daten von jedem frei herunter geladen und genutzt werden. Die Designer gaben sich deshalb Mühe, "Smard" besonders anwenderfreundlich zu strukturieren.

Die Stromerzeugung ist untergliedert in Biomasse, Laufwasser, Wind-Offshore, Wind-Onshore, Photovoltaik, sonstige Erneuerbare, Kernenergie, Braunkohle, Steinkohle, Erdgas, Pumpspeicher, sonstige Konventionelle.

Allerdings haben die Tabellen eine gewisse Unschärfe, denn die Stromerzeugung wird im Fall von unvollständig vorliegenden Daten teilweise geschätzt. Das gilt ganz besonders für die Einspeisung von kleinsten Erzeugern auf privaten Hausdächern, weil hier die Realdaten fehlen.

Mittwoch, 20.09.2017