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Wie schütze ich Heizungsanlagen wirkungsvoll vor Korrosion und Kalkablagerungen?

Warmwasser-Heizungsanlagen sorgen zuverlässig für Wärme im Haus, stellen jedoch ein großes Ärgernis dar, wenn Schäden auftreten.

So können Kalkablagerungen im Heizsystem nicht nur die Energiekosten in die Höhe treiben, sondern im schlimmsten Fall die Leitungen massiv beschädigen. Dadurch entstehen neben Anlagenausfällen auch hohe Reparaturkosten bis hin zum Ersatz einzelner Komponenten oder sogar der ganzen Heizung. Um diese Problematik bzw. hohen Investitionen möglichst weit hinauszuzögern, sollten Installateure bei der Auswahl der zu verbauenden Komponenten besonders auf einen langfristigen Schutz der gesamten Anlage achten. Daneben ist es wichtig, den Eigentümer bei der Installation und Inbetriebnahme umfassend über Maßnahmen während des Heizungsbetriebs zu beraten.

Ganzheitliche Lösungen in diesem Bereich werden etwa von der Grünbeck Wasseraufbereitung GmbH angeboten: Sie entwickelt unter anderem Produkte zur Befüllung, Reinigung sowie zum Schutz der Heizung vor Korrosion und Kalkablagerungen. Diese Lösungen vereinfachen nicht nur die Installationsmaßnahmen für den Heizungsbauer, sondern ermöglichen es dem Eigentümer, Probleme erst gar nicht entstehen zu lassen. Zusätzlich sorgt eine regelmäßige Dokumentation aller relevanten Werte während des Heizungsbaus und der nachfolgenden Wartungen für Sicherheit und Vertrauen bei Installateur und Anlagenbetreiber.

Wassertropfen auf einer Glasscheibe.
Quelle: kokosflocke / https://pixabay.com
Trinkwasser ist technisch sehr häufig nicht für den Betrieb einer Warmwasser-Heizungsanlage geeignet.

Ob Einfamilienhaus oder Mehr-Parteien-Wohnanlagen – Bauherren stehen bei der Planung eines neuen Wohngebäudes stets vor der verantwortungsvollen und folgenreichen Entscheidung, welche Heizung in Zukunft für Wärme und Warmwasser sorgen soll. "Die Investition in eine Heizanlage bedeutet in den meisten Fällen, dass sie mindestens 20 Jahre nahezu unverändert im Gebäude verbleibt", erklärt Christian Zehetgruber, Leiter des Fortbildungszentrums bei der Grünbeck Wasseraufbereitung GmbH. "Da Heizungsanlagen zu den langfristigen Investitionen zählen, sollten bei der Planung deshalb nicht nur die reinen Anschaffungskosten betrachtet, sondern auch den möglichen Folgekosten besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden."

Je nach Art der Heizung können in den folgenden Jahren erhebliche Kosten auf die Bauherren zukommen. So muss der Eigentümer eine Entscheidung darüber fällen, ob auf fossile Brennstoffe wie Heizöl und Gas zurückgegriffen werden soll, deren Rohstoffpreise teilweise starken Schwankungen unterliegen, oder nachwachsende Rohstoffe sowie erneuerbare Energien zur Wärmegewinnung eingesetzt werden.

Heizungsbetrieb mit vollentsalztem Wasser

Unabhängig von der Art der wasserführenden Heizung sind jeder Anlage drei Bestandteile gemeinsam: der Wärmeerzeuger, die Verrohrung sowie die Komponenten zur Heizungswasseraufbereitung. "Vielen Eigentümern ist zwar bewusst, dass eine Heizung auch in den Betriebsjahren regelmäßiger Pflege- und Wartungsmaßnahmen bedarf", erläutert Zehetgruber. "Die wenigsten wissen jedoch, welch wichtige Rolle die Heizungswasseraufbereitung spielt. Dabei legt die sachgemäße Befüllung bereits die Basis für einen störungsfreien Heizbetrieb in den kommenden Jahren."

Trinkwasser etwa ist gesundheitlich für den Menschen völlig unbedenklich, jedoch technisch sehr häufig nicht geeignet für den Betrieb einer Warmwasser-Heizungsanlage. Fachkundige Installateure empfehlen deshalb, die Heizung ausschließlich mit vollentsalztem Wasser gemäß VDI 2035 zu befüllen. Diese Richtlinie erläutert den aktuellen Stand der Technik für die Wasserqualität von Warmwasser-Heizungsanlagen. Wird den dort beschriebenen Regeln Folge geleistet, können Schäden durch Korrosion und Steinbildung auf ein Minimum reduziert werden. Dieses Vorgehen entlastet nicht nur den Hauseigentümer, indem unnötige Reparaturkosten vermieden werden, auch der Installateur befindet sich so auf der (rechts-)sicheren Seite.

Gleiches gilt für die DIN EN 1717, welche den Schutz des Trinkwassers europaweit regelt. In dieser Norm ist unter anderem festgehalten, dass das Heiz- vom Trinkwassersystem getrennt betrieben werden muss. Andernfalls droht eine Verunreinigung des Trinkwassers durch eventuell verschmutztes Heizwasser, was gravierende gesundheitliche Probleme für die Bewohner zur Folge haben kann. Bei größeren Heizanlagen, die bei Mehrfamilienhäusern sowie Industrie- und Fernwärmeheizanlagen zum Einsatz kommen, müssen zusätzlich die einschlägigen Regeln des VdTÜV sowie der AGFW berücksichtigt werden, welche – ebenso wie die VDI 2035 – die Vermeidung von Schäden durch Korrosion und Steinbildung behandeln.

"In erster Linie ist der Installateur dafür verantwortlich, die Heizung den gesetzlichen Vorgaben entsprechend in Betrieb zu nehmen. Des Weiteren sollte er den Hauseigentümer über die Maßnahmen informieren, die regelmäßig durchzuführen sind, um die Anlage ausreichend zu schützen", berichtet Zehetgruber. "Für den Installateur ist ein umfassendes Know-how über das Zusammenspiel von Heizanlage und richtig aufbereitetem Wasser unumgänglich. Nur so kann er dem Kunden glaubhaft vermitteln, welche Wartungs- und Pflegemaßnahmen notwendig sind."

Heizungsschutz mit 2-Komponenten-System

Die mitunter größte Gefahr für Heizungen geht von Rost und Kalk im Heizwasserkreislauf aus. Wird ersterer nicht rechtzeitig aus dem Wasser entfernt, kann er sich ablagern und weitere Rostbildung verursachen, was hohe Reparaturkosten zur Folge hat. Ebenso stellt Kalk ein Problem für die Anlagen dar: "Häufig ist im Wasser sehr viel Calcium und Magnesium vorhanden. Wird dieses Wasser erwärmt, reagieren die beiden Härtebildner und fallen als Kalk aus, der sich an den Rohren und an der Heizspirale ablagert. Da Kalk ein schlechter Wärmeleiter ist, dauert es länger, bis das Wasser die gewünschte Temperatur erreicht." Dies hat zur Folge, dass mehr Energie benötigt wird, was sich wiederum auf die Betriebskosten niederschlägt.

Um sowohl den Handwerker als auch den Hauseigentümer bei der Wartung und Pflege der Heizungsanlage sowie bei der Vorbeugung vor Schäden durch Rost und Kalk zu unterstützen, hat Grünbeck zahlreiche Komponenten zur Wasseraufbereitung entwickelt und nutzt verschiedene Verfahren, um die Heizwasserqualität zu verbessern.

Dazu zählt unter anderem das 2-Komponenten-System, das den Heizungsschutz vereinfacht: Dieses besteht zum einen aus der Mischbettpatrone "desaliQ:MA", welche dafür sorgt, dass das Wasser vor Eintritt in den Heizwasserkreislauf sowie bei der Nachspeisung gemäß VDI 2035 vollentsalzt wird. Dadurch können sich keine Kalkablagerungen mehr im Heizwasser bilden.

Zum anderen dienen die biologisch abbaubaren Dosierflüssigkeiten aus der Produktgruppe "thermaliQ" dazu, die Heizung auch während des laufenden Betriebs zu schützen. So bietet "thermaliQ safe" Schutz vor Korrosion und stabilisiert den pH-Wert des Wassers. Durch die Verwendung von "thermaliQ safe" kann, laut Hersteller, auf die sonst übliche Nachkontrolle nach acht bis zwölf Wochen verzichtet werden; stattdessen sind regelmäßige Kontrollen lediglich in einem jährlichen Turnus notwendig. Auf diese Weise lassen sich sowohl Kosten als auch Zeit für die Nachkontrolle einsparen.

Einbaustrecke zum Heizungsschutz durch Wasseraufbereitung an einer Heizungsanlage.
Quelle: Grünbeck Wasseraufbereitung GmbH
Heizungsanlagen verbleiben bei guter Pflege in der Regel zwischen 15 bis 20 Jahre in einem Gebäude. Bei unsachgemäßem Betrieb können Rost und Kalkablagerungen jedoch erhebliche Schäden verursachen und frühzeitig den Wechsel von einzelnen Komponenten oder sogar der kompletten Anlage erzwingen. Die Grünbeck-Füllstrecke "thermaliQ:FB2" besteht aus einer Füllgruppe und einer Aufbereitungsgruppe. In ersterer ist ein Systemtrenner nach DIN EN 1717 integriert. Dieser trennt den Heizwasserkreislauf sicher vom Trinkwasser ab.

Füllpatrone  für die Vollentsalzung des Heizwassers.
Quelle: Grünbeck Wasseraufbereitung GmbH
Die Aufbereitungsgruppe sorgt mit der im Lieferumfang enthaltenen Füllpatrone für die Vollentsalzung des Heizwassers zur Neubefüllung und Nachspeisung.

Weiterführende Informationen: https://www.gruenbeck.de

Montag, 06.05.2019