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Versuchsstand lehrt Studierende Hydraulischen Abgleich

Alle Abgleichs-Komponenten aus einer Hand

Zur Ermittlung der richtigen Voreinstellwerte hilft den Studierenden der Messcomputer "Nexus Valve Flowmeter BC2" von Meibes. Dieser bestimmt den Differenzdruck zwischen zwei Messpunkten und berechnet daraus den Volumenstrom in der jeweiligen Teilstrecke. "Mit Hilfe des Messcomputers kann der Hydraulische Abgleich selbst in Bestandsanlagen mit zum Teil unbekannten hydraulischen Verhältnissen praxisgerecht und mit hoher Genauigkeit durchgeführt werden", so der Studiengangsleiter.

Ein Mann benutz einen  Meibes-Messcomputer
Quelle: Lorenz Lenk
Zur Ermittlung der richtigen Voreinstellwerte hilft den Studierenden der Meibes-Messcomputer "Nexus Valve Flowmeter BC2".

Darüber hinaus steuerten auch die Meibes-Schwesterunternehmen Flamco und Simplex, die gemeinsam mit Meibes zur "Hydronic Flow Control"-Division der Aalberts Industries N. V. gehören, Bauteile für den neuen Versuchsstand bei. Aus dem Hause Flamco waren dies insgesamt sieben "Flexvent"-Schnellentlüfter und ein Membran-Ausdehnungsgefäß mit kompletter Sicherheitsgruppe. Vom Armaturen-Spezialisten Simplex stammen mehrere Pumpen-Kugelhähne und KFE-Hähne.

Ein Pumpen-Kugelhahn.
Quelle: Lorenz Lenk
Simplex stellt mehrere Pumpen-Kugelhähne und KFE-Hähne zur Verfügung.

Vorbereitung auf den Berufsalltag

Es wurden des Weiteren zwei Pumpen eines Fremdherstellers installiert, eine 3-stufige Pumpe älteren Modells und eine moderne Hocheffizienzpumpe. "So können moderne, aber auch alte Bestandsanlagen simuliert werden", sagt der frisch gebackene Absolvent Johannes Dewald. "Das entspricht dem, was man im Berufsalltag erlebt."

Vorerst soll das System nur bei Zimmertemperatur unterhalten werden. Mittels des Wärmeübertragers, ebenfalls von Meibes, besteht jedoch auch die Möglichkeit, die Hydraulikwand mit realen Temperaturen in Betrieb zu nehmen. Dafür gibt es im Energiekompetenzzentrum diverse Wärmeerzeuger (Blockheizkraftwerk, Gasturbine, Brennstoffzelle etc.).

Das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst des Landes Sachsen hat das Projekt mit Fördermitteln unterstützt. Nachdem Johannes Dewald im September 2018 seine Diplomarbeit erfolgreich verteidigte, folgte der Aufbau. Seit Beginn 2019 läuft der Testbetrieb. "Die neue Hydraulikwand stellt eine echte Verbesserung der Lernbedingungen dar", schließt Prof. Stephan. Der Versuchsstand wird nicht nur in der studentischen Ausbildung eingesetzt, sondern auch im Rahmen des Wissens- und Technologietransfers bei der Schulung von regionalen Handwerksbetrieben genutzt.

Weiterführende Informationen: https://www.ba-riesa.de/

Dienstag, 05.03.2019