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Versuchsstand lehrt Studierende Hydraulischen Abgleich

Der Hydraulische Abgleich gehört zu einer fachgerecht installierten Heizungsanlage.

Damit die Studierenden der Energie- und Umwelttechnik am Standort Riesa der Berufsakademie Sachsen die Durchführung eines Abgleichs bereits während ihrer Ausbildung erlernen, gibt es am dortigen Energiekompetenzzentrum seit den 1990er Jahren eine Hydraulikwand. Diese wurde jüngst im Rahmen einer Diplomarbeit neu konzipiert und modernisiert. Als Praxispartner stand dem verantwortlichen Studierenden die Meibes System-Technik GmbH zur Seite. Gemeinsam mit ihren Schwesterunternehmen Flamco, Simplex, VSH und Nexus spendete Meibes außerdem wichtige Komponenten für den Versuchsstand.

Die Hydraulikwand der Berufsakademie Sachsen.
Quelle: Lorenz Lenk
Die neue Anlage besitzt vier regulierbare Teilstränge: Fußbodenheizung, Einrohrheizung, Zweirohrheizung und Verbraucher mit konstantem Volumenstrom.

Die Berufsakademie Sachsen hat sich dem dualen System, das eine betriebliche Ausbildung mit einem Bachelor-Studium kombiniert, verschrieben. Theorie und Praxis werden dadurch eng verknüpft. Als Partner in der Nachwuchsförderung steht Meibes seit 2013 dem Studiengang Energie- und Umwelttechnik zur Seite. So arbeitete auch Johannes Dewald während seines Studiums in verschiedenen Bereichen des Unternehmens. Im Frühjahr 2018 entschloss dieser sich, die Errichtung eines neuen hydraulischen Versuchsstands zum Thema seiner Diplomarbeit zu machen.

Reale Anlagensituationen darstellen

"Der alte Versuchsstand bestand lediglich aus drei Heizkörpern und einer Pumpe", schildert Prof. Dr.-Ing. Marko Stephan, Studiengangsleiter Energie- und Umwelttechnik, die ursprüngliche Situation. "Zwar konnte das Grundprinzip des Hydraulischen Abgleichs auch hier demonstriert werden, jedoch ließ sich die Komplexität realer Anlagen daran nicht abbilden."

Johannes Dewald und Prof. Dr.-Ing. Marko Stephan.
Quelle: Lorenz Lenk
Johannes Dewald (l.), Absolvent der Energie- und Umwelttechnik, widmete seine Diplomarbeit der Konzeption der neuen Hydraulikwand. Studiengangsleiter Prof. Dr.-Ing. Marko Stephan (r.) war sein fachlicher Betreuer.

Die neue Konstruktion besitzt vier regulierbare Teilstränge: Fußbodenheizung, Einrohrheizung, Zweirohrheizung und Verbraucher mit konstantem Volumenstrom. Diese Stränge und die sich darin befindenden insgesamt sechs Heizkörper können mit verschiedenen Regulierarmaturen abgeglichen werden.

"Anhand der vorgegebenen Heizkörperleistung und der gewählten Temperaturspreizung zwischen Vor- und Rücklauf können die Studierenden die erforderlichen Massenströme in den einzelnen Strängen berechnen. Die tatsächlichen Massenströme werden durch Schwebekörper-Durchflussmesser und Vortex-Durchflusssensoren angezeigt", erklärt Prof. Stephan. "Durch eine Veränderung der Einstellung an Thermostatventilen, Strangregulierventilen und Differenzdruckreglern kann die Anlagenhydraulik so angepasst werden, dass jeder Strang den gewünschten Massenstrom vom System erhält."

Dafür stellte Meibes mehrere Ventile seiner hauseigenen Marke "Nexus Valve" wie den "Passim" als Differenzdruckregler, den "Relax" als Absperrkugelhahn und den "Fluctus" sowie "Vertex" als kombinierte Strangregulier- und Absperrventile zur Verfügung. Beim "Nexus Valve", "Fluctus" sowie "Vertex" erfolgt die Messung mittels Venturidüse mit festem Kv-Wert.

Weiterführende Informationen: https://www.ba-riesa.de/

Dienstag, 05.03.2019