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TRGI 2018: Standardwerk für Gasinstallationen aktualisiert

Was ist neu?

Die neue TRGI, vom Komitee TK-2-3 „Gasinstallation“ verfasst, welches sich aus den Projektkreisen PK-2-3-7 „TRGI Leitungsanlage“, PK-2-3-7-1 „Bemessung der Leitungsanlage“, PK-2-3-8 „Gasgeräteaufstellung“ zusammensetzt, besteht aus den fünf Kapiteln:

  • Allgemeines, Begriffe,
  • Leitungsanlagen,
  • Bemessung der Leitungsanlage,
  • Gasgeräteaufstellung,
  • Betrieb und Instandhaltung.

Die folgenden Punkte wurden neu aufgenommen oder stark überarbeitet und sollten besondere Beachtung erfahren:

  • Die Anpassung an den Stand der Technik und die aktuelle Rechtsprechung. Die Anpassung an den aktuellen Gesetzes- und Verordnungsrahmen.
  • Die generelle Verwendung der SI-Einheit Pascal (Pa) für Druckangaben (wobei 1 bar = 100.000 Pa = 100.000 N/m² oder 0,1 N/mm²).
  • Die Aufnahme von Pressverbindern für Stahlrohre in die Richtlinie.
  • Die Überarbeitung der Anforderungen an höher thermisch belastbare Dichtungen von lösbaren Verbindungen.
  • Die Präzisierung der Installationsanforderungen an Absperreinrichtungen nach DIN EN 331 zur Erreichung der höheren Temperaturbeständigkeit.
  • Die Aufnahme von Brandschutzanforderungen für Wanddurchführungen von Mehrschichtverbundrohren.
  • Die Überarbeitung und Konkretisierung des Abschnitts Prüfung und Inbetriebnahme.
  • Die Überarbeitung, Weiterentwicklung und Vereinfachung des Bemessungsverfahrens von Leitungsanlagen.
  • Die Überarbeitung der Druckverlusttabellen, die Bauteile und Widerstandswerte der Rohre betreffend.
  • Die Einführung von allgemein anwendbaren Rohrwiderstandswerten bei Wellrohren.
  • Die Optimierung des Gleichzeitigkeitsansatzes bei mehreren Gasgeräten.
  • Die Aufnahme eines neuen Verfahrens zum „direkten Abgleich des GS“.
  • Die Ergänzung einer Übersichtstabelle für die in Deutschland zulässigen Gerätekategorien.
  • Die Einführung des neuen Abschnitts 8.2 „Gasgerätearten – Unterscheidung nach Verbrennungsluftversorgung und Abgasabführung“.
  • Die Aufnahme einer Sonderform zu der Gasgeräteart B5.
  • Die Aufnahme neuer Gasgerätearten für Mehrfachbelegungen im Überdruck sowie die Beschreibung der zugehörigen Aufstellanforderungen.
  • Die Erarbeitung eines neuen Verfahrens zum Nachweis der ausreichenden Verbrennungsluftversorgung von raumluftabhängigen Gasgeräten.
  • Die Anpassung der Anforderungen zur Abgasabführung an der Fassade an die Anforderungen der MFeuV.

Das „alpex-gas“-Verbundrohr besteht innen aus vernetztem Polyethylen, dazwischen aus stumpf-verschweißtem Aluminium und außen aus hochwärmestabilisiertem Polyethylen. Die drei Schichten sind durch spezielle Haftvermittler zu einer dauerhaften Einheit verbunden.
Quelle: Fränkische Rohrwerke
Das „alpex-gas“-Verbundrohr besteht innen aus vernetztem Polyethylen, dazwischen aus stumpf-verschweißtem Aluminium und außen aus hochwärmestabilisiertem Polyethylen. Die drei Schichten sind durch spezielle Haftvermittler zu einer dauerhaften Einheit verbunden.

Resümee

Die TRGI 2008, das maßgebliche Regelwerk der gesamten Gasinstallationsbranche, wurde aufgrund neuer rechtlicher Rahmenbedingungen und technischer Erneuerungen nun so stark überarbeitet, dass sie Anfang Oktober 2018 als neue TRGI 2018 erschienen ist. Auch die neue TRGI wurde als Nachschlagewerk angelegt, mit dem Ziel, Planern und Ausführenden praxisnahe Unterstützung zu liefern. Die TRGI wird ihre volle Wirkung erst nach einer Übergangsphase entfalten. Dadurch wird sichergestellt, dass allen Fachleuten ausreichend Zeit für Schulungen und Fortbildungen zur Verfügung steht. Das Schulungskonzept wird im Rahmen einer Kooperation von DVGW und ZVSHK erarbeitet. Beide Institutionen werden auch einen gemeinsamen Kommentar zur TRGI verfassen.

Weitere Informationen unter:

www.trgi.de

www.dvgw.de

www.fraenkische.de

Die TRGI gilt grundsätzlich für die Planung und Erstellung sowie den Umbau und die Instandhaltung von Gasanlagen „in Gebäuden und auf Grundstücken“, welche mit Drücken bis 1 bar (jetzt: 0,1 MPa) betrieben werden. Technisch bildet sie eine komplette Gasanlage ab, also von der Hauptabsperreinrichtung (HAE) bis zum Abgasaustritt. Zusätzlich zur TRGI können außerdem noch einschlägige Bestimmungen der Gasversorger zu berücksichtigen sein.
Quelle: Fränkische Rohrwerke
Die TRGI gilt grundsätzlich für die Planung und Erstellung sowie den Umbau und die Instandhaltung von Gasanlagen „in Gebäuden und auf Grundstücken“, welche mit Drücken bis 1 bar (jetzt: 0,1 MPa) betrieben werden. Technisch bildet sie eine komplette Gasanlage ab, also von der Hauptabsperreinrichtung (HAE) bis zum Abgasaustritt. Zusätzlich zur TRGI können außerdem noch einschlägige Bestimmungen der Gasversorger zu berücksichtigen sein.

Expertenschulungen zur neuen TRGI 2018

Die Veranstaltungen richten sich an beratende und planende Ingenieure, Sachverständige, Gutachter, über­geordnete Verantwortliche in Versorgungsunter­nehmen, Behörden, wissenschaftliche Einrichtungen, Ausbilder und Berufsschullehrer. Eine Expertenschulung zur neuen TRGI 2018 findet statt am 15./16. Januar 2019 in Hamburg.

Weitere Informationen unter: TRGI-Schulungen

Donnerstag, 27.12.2018

Von Kay Rosansky
Architekt und Journalist