Surfen auf der digitalen Welle - mit dem ZVSHK

Chancen ausloten mit Kompetenzzentrum

Die Digitalisierung aller Lebensbereiche bedeutet eine ähnlich einschneidende Umwälzung wie seinerzeit die Industrialisierung. Ein Netzwerk von Experten unterstützt und fördert das digitale Potential des einzelnen Handwerksunternehmens.

Werkzeug mit Gedankenkraft bedienen? Oder das Auto steuern? Dabei hilft der in das Gehirn eingepflanzte Chip… Das könnte in nicht allzu ferner Zukunft wahr werden. Bereits heute verschmelzen virtuelle und „ reale“ Wirklichkeit mehr und mehr. In der Tat ist der Mensch gerade dabei, seine weitere Evolution selbst in die Hand zu nehmen – vom Homo sapiens zum Homo digitalis…

Ob das nun gut oder eher weniger gut ist, sei dahingestellt. Tatsache ist auf jeden Fall: Auch das Handwerk ist gut beraten, auf der anschwellenden digitalen Riesenwelle zu surfen. Dabei hilft neuerdings der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK). Der Verband hat jetzt eine Transferpartnerschaft mit dem Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) geschlossen. Gemeinsames Ziel: „Handwerksbetriebe in Deutschland für die Digitalisierung im eigenen Betrieb zu sensibilisieren, zu qualifizieren und zu eigenen digitalen Projekten zu motivieren.“

Warum keinen eigenen Blog? Oder vielleicht einen Online-Shop? Die digitalisierte Welt steht auch kleinen Handwerks-Unternehmen offen.
Quelle: pexels.com
Warum keinen eigenen Blog? Oder vielleicht einen Online-Shop? Die digitalisierte Welt steht auch kleinen Handwerks-Unternehmen offen.

Schaufenster der digitalen Chancen

Dieser durchaus hehren Aufgabe widmet sich ein Netzwerk von inzwischen 49 Transferpartnern, die den „handwerklichen Mittelstand unterstützen bei der Erschließung technischer und wirtschaftlicher Potentiale, die sich aus der digitalen Transformation für das Handwerk ergeben.“ Dafür stellt das KDH praxisnahe Informations- und Qualifikationsangebote in fünf sogenannten „Schaufenstern“ auf seiner Webseite zur Verfügung: handwerkdigital.

Als Einstieg bietet das Kompetenzzentrum die „Bedarfsanalyse Digitales Handwerk“ – kurz: den Digi-Check. Dieses Instrument gibt Handwerksbetrieben Auskunft über den Grad der Digitalisierung und Entwicklungspotentiale in ihrem Unternehmen. Das funktioniert per Selbsttest mit einem Fragebogen, der 35 Fragen umfasst. Fast alle Fragen sind zweigeteilt nach dem Grad der Digitalisierung und der Relevanz. Aus der Differenz zwischen den beiden ergibt sich der Bedarf für weitere Maßnahmen. Empfehlenswert sei zudem, den Digi-Check mit einem (realen) Berater aus der jeweiligen Kammer oder Innung zu diskutieren. Hier geht’s zum Fragebogen.

Entscheidend ist auf dem Platz…

Auf der Webseite finden sich auch konkrete Beispiele gelungener Digitalisierung im Handwerk. So berichtet beispielsweise ein Metzger: „Durch die Digitalisierung konnten wir den Umsatz so sehr steigern, dass wir sogar zwei zusätzliche Mitarbeiter eingestellt haben, die sich nur um den Online-Shop kümmern.“

Oder ein Reinigungsdienstleister: „Durch unsere Digitalisierungsmaßnahmen führen wir heute einen nahezu papierlosen Betrieb. Das spart nicht nur Zeit, sondern eröffnet auch Spielräume für weiteres Wachstum.“

Und ein Steinmetz: „Roboter übernehmen die Aufgaben, die für die Steinmetze körperlich anstrengend sind. Das schont ihre Gesundheit und erhält ihre Freude an der künstlerischen Feinarbeit.“

Mehr Beispiele digitalen Erfolgs im Handwerk finden sich hier.

Montag, 19.11.2018