Selg Haustechnik ist "smarter Heizungsbauer"

Wie intelligente Raum- und Hausautomation aus Seminarräumen ein "Smart Home" machen kann.

Ein Bauernhaus mit Photovoltaik-Anlage von außen.
Quelle: wibutler
Von außen betrachtet ein (saniertes) Bauernhaus – das Innenleben jedoch ist auf dem aktuellen Stand der vernetzen Haustechnik.

Die Automatisierung von gebäudetechnischen Anlagen liegt im Trend. Standardmäßig werden schon jetzt viele Neubauten mit Smart Home Lösungen ausgestattet. In Ein- und Mehrfamilienhäusern ist eine nachträgliche Integration von Produkten der Raum- und Hausautomation ebenfalls verbreitet. Aber was ist mit gewerblich genutzten Gebäuden?

Dass die Zukunft der Gebäudetechnik auch auf dieser Ebene Einzug hält, zeigt ein Beispiel aus der Praxis: In den Seminarräumen der Selg Haustechnik GmbH, Meersburg, wurde das wibutler-System installiert. Die herstelleroffene und gewerkeübergreifende Hausautomationslösung bietet Flexibilität und macht eine Kommunikation mit anderen Systemen und Produkten möglich.

Smarte bzw. vernetzbare Produkte und Systeme sind in einer großen Vielzahl am Markt zu finden. Was aber wirklich einen Mehrwert bringt, ist die Kompatibilität der einzelnen Lösungen zueinander. Hier setzt die Hausautomationslösung von wibutler an, welche über eine offene und flexible Systemstruktur stets erweiterbar ist. Die Zentrale, der "wibutler pro", basiert auf dem Einsatz von multiplen Kommunikationsstandards wie "EnOcean", "Z-Wave", "Zig-Bee" sowie sämtlichen IP-basierten Protokollen über LAN/WLAN. Besonders zum Tragen kommen diese Attribute in den Bereichen Sanierung und Nachrüstung von Bestandsgebäuden.

Frank Selg, Geschäftsführer der Selg Haustechnik GmbH, hat schon mehrere wibutler-Systeme verbaut und ist mit seinem Familienbetrieb auf die Bereiche Heizungs- und Lüftungstechnik sowie Solaranlagen spezialisiert. Für Selg bedeutet Smart Home nicht ausschließlich die Einbindung von smarten Produkten in das Eigenheim, sondern vielmehr das Zusammenspiel digitaler Technik in einem Gebäude. Das folgende Beispiel einer Sanierung eines alten Bauernhauses zu Seminarräumen zeigt, was das in der Praxis konkret bedeutet.

Smartes Zuhause = viele Möglichkeiten

Die Kernkomponente der wibutler-Lösung ist der Homeserver "wibutler pro", welcher als zentrale Steuereinheit dient. Nicht größer als ein handelsüblicher Router kann er ebenfalls sein eigenes WLAN-Netzwerk aufbauen. So kann das Gerät eine Konfiguration und Bedienung über Tablet oder Smartphone auch ohne Internetzugang möglich machen.

Wertvoll ist diese Möglichkeit besonders in den Bau- und Sanierungsphasen einer Immobilie, bei der die Geräte installiert und in Betrieb genommen werden können, auch wenn der Internetanschluss erst später verfügbar ist. Sobald ein Internetanschluss besteht, kann der Hausbesitzer den wibutler mit den vorgenommenen Einstellungen an das World Wide Web anschließen, um Updates zu ermöglichen und den Fernzugriff für eine Steuerung des Gebäudes von außerhalb freizuschalten. Konfigurations- und Installationsarbeiten können, laut Angaben des Herstellers, ohne Programmierkenntnisse durchgeführt werden.

Bei der Planung eines Smart Homes bietet die Liste der wibutler-kompatiblen Produkte eine adäquate Übersicht und beinhaltet so aktuell mehr als 170 Produkte verschiedener Hersteller und Gewerke. Der "wibutler pro" greift tief in die Gebäudetechnik ein und vernetzt einerseits technisch komplexe Produkte, wie zum Beispiel Heizgeräte, die rein durch das SHK-Fachhandwerk vertrieben und installiert werden – sogenannte "Professional-Produkte". Andererseits können aber auch "Do-it-yourself-Produkte" (DIY), wie zum Beispiel Leuchtmittel, vom Nutzer selbst bezogen und integriert werden. Mithilfe von Produktbildern und Strichzeichnungen werden der Nutzer im "DIY-Bereich" und der Fachhandwerker im "Pro-Bereich" Schritt für Schritt durch die Inbetriebnahme geführt.

Die Hausautomationszentrale
Quelle: wibutler
Die Zentrale der Hausautomationslösung, der "wibutler pro", basiert auf dem Einsatz von multiplen Kommunikationsstandards wie "Enocean", "Z-Wave", "ZigBee" sowie sämtlichen iP-basierten Protokollen über LAN/WLAN. Besonders zum Tragen kommen diese Attribute in den Bereichen Sanierung und Nachrüstung von Bestandsgebäuden.

Ein relevanter Bereich bei der Planung eines Smart Homes ist die ganzheitliche Betrachtung der Heizungsregelung. Mit dem wibutler-System ist es möglich, auf die Bereiche Wärmeerzeugung, Wärmeverteilung und Wärmeübergabe Einfluss zu nehmen. So sind bereits die Wärmeerzeuger von Wolf und Remeha kompatibel. Im Bereich der Wärmeverteilung ist es möglich, die Heizkreisregelungen von PAW und Wolf anzusteuern. Und im Bereich der Wärmeübergabe kann mittels Stellantrieben und Sensoren, zum Beispiel von Oventrop oder Hora, das gewünschte Raumklima definiert werden. Auch die Anbindung der Fußbodenheizung ist mit Eltako und Afriso möglich.

Montag, 17.12.2018