Regelung für Einrohrheizsysteme erhält DW-Zukunftspreis

Die GWG Service GmbH hat für die patentierte Systemlösung zur Regelung von Einrohrheizsystemen, "indiControl", den DW-Zukunftspreis der Immobilienwirtschaft erhalten. Die renommierte Auszeichnung wurde zum 14. Mal vergeben und stand in diesem Jahr unter dem Motto "Innovativer bauen – nachhaltig, effektiv und effizient". Der Preis wurde am 1. Juni 2017 im Rahmen des Aareon-Kongresses an Geschäftsführer Peter Ley übergeben.

Peter Ley mit dem DW-Zukunftspreis.
Quelle: GWG Kassel
Peter Ley

Der seit 2004 gemeinsam von der Fachzeitschrift DW Die Wohnungswirtschaft und dem europaweit in der Immobilienbranche tätigen Beratungs- und Systemhaus Aareon AG jährlich vergebene DW-Zukunftspreis der Immobilienwirtschaft würdigt besondere Leistungen mit Vorbildcharakter von Wohnungsunternehmen. Die überregionale Bekanntmachung soll dazu dienen, dass Wohnungsunternehmen voneinander lernen und Innovationen übernehmen können. Schirmherr ist der Präsident des GdW Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. Axel Gedaschko.

"indiControl": Weniger Kosten, mehr Komfort

Die prämierte Systemlösung "indiControl" optimiert die Steuerung von Einrohrheizungen. Probleme mit diesem Heizsystem, besonders in Folge energetischer Sanierungen, sind bei Vermietern und Mietern hinreichend bekannt: hoher Energieverbrauch, streitbehaftete Heizkostenabrechnungen und ungewollte Raumüberheizung. Experten schätzen, dass mindestens 1,5 Millionen deutsche Wohnungen mit Einrohrheizsystemen ausgestattet sind. Vor allem im Wohnungsbau der 1960er- und 1970er-Jahre wurden diese häufig installiert.

"indiControl" löst dieses Problem, indem es die bedarfsgerechte Steuerung der Volumenströme von Einrohrheizsystemen ermöglicht. Das System setzt dafür auf separat regelbare Teilheizkreise. Dadurch kann flexibler auf den individuellen Wärmebedarf der einzelnen Bewohner reagiert werden. Das spart Heizkosten und schafft ein angenehmeres Raumklima. Außerdem werden mithilfe von "indiControl" Heizkostenabrechnungen gerechter, denn diese basiert auf dem tatsächlichen Verbrauch. Gleichzeitig ist der in Folge des reduzierten Energieverbrauchs verringerte CO2-Ausstoß der Gebäude ein nachhaltiger Beitrag zum Schutz der Umwelt.

Kleiner Aufwand, der sich rechnet

"indiControl" lässt sich mit geringem Aufwand in bestehende Heizsysteme nachrüsten. Arbeiten in den Wohnungen sind nicht erforderlich. Die Investition in Höhe von knapp 1.000 Euro brutto pro Wohnung für die Nachrüstung amortisiert sich schnell, insbesondere auch durch die Förderfähigkeit dieser Optimierungsmaßnahme. Die Mieter profitieren ebenfalls, da in der Regel die Kosteneinsparung für den Mieter höher ist als der Modernisierungszuschlag und es so zu einer Senkung der Gesamtmiete kommen kann.

Die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Kassel mbH (GWG), die die Systemlösung zur Volumenstromregelung bei Einrohrheizungen entwickelt und patentiert hat, setzt indiControl bereits bei 1.000 von 2.200 eigenen Wohnungen mit Einrohrheizsystem erfolgreich ein: Die Energieeinsparung liegt bei durchschnittlich 27,2 Prozent.

Weiterführende Informationen: http://indicontrol.de/

Montag, 10.07.2017