SHK-Geschäftsklima erreicht neuen Höchstwert

Branche setzt sich merklich von der sich eintrübenden deutschen Gesamtwirtschaft ab

Das Geschäftsklima in der Haus- und Gebäudetechnik hat im 3. Quartal 2021 einen neuen Höchstwert erreicht.

Das Bild zeigt eine Grafik zur Entwicklung der einzelnen SHK-Bereiche.
Quelle: B+L; 10/2021
Die Bereiche Heizung und Sanitär haben sich in den vergangenen fünf Quartalen weitgehend vergleichbar entwickelt. Dabei lag der Bereich Heizung stets leicht über dem Niveau des Bereichs Sanitär.

Insbesondere das Geschäftsklima bei den Industrieunternehmen hat sich noch einmal deutlich verbessert. Damit setzt sich die SHK-Branche merklich von der sich eintrübenden deutschen Gesamtwirtschaft ab. Die aktuelle Geschäftslage bewerten die Befragten als „sehr positiv“. Auch die Erwartungen für das kommende Quartal stehen auf höchster Stufe.

Die aktuelle Lage ist bei Industrieunternehmen, Großhändlern und installierenden Unternehmen auf 78 Punkte gestiegen. Das Geschäftsklima im Wirtschaftsbereich hat sich mit 59 Punkten ebenfalls erneut verbessert. Auch die Erwartungen an die Geschäftslage spiegeln diese positive Stimmung wider. Sie liegen 14 Punkte über dem Niveau des Vorquartals. Der Aufwärtstrend wird von allen drei Brachenbereichen getragen. Die Industrieunternehmen bewerten die konjunkturelle Lage derzeit etwas besser als die Großhändler und die installierenden Unternehmen.

Die Bereiche Heizung und Sanitär haben sich in den vergangenen fünf Quartalen weitgehend vergleichbar entwickelt. Dabei lag der Bereich Heizung stets leicht über dem Niveau des Bereichs Sanitär. Der Bereich Lüftung/Klima hat sich deutlich erholt und liegt über dem Niveau der anderen Bereiche.

Die Konjunktur im Auslandsgeschäft nähert sich der im Inlandsgeschäft wieder stärker an. Im Vergleich zu den Vorquartalen hat sich das Auslandsgeschäftsklima stark verbessert und liegt mit 63 Punkten deutlich im positiven Bereich.

Wie weite Teile der Wirtschaft auch ist die Haus- und Gebäudetechnik von Material- und Lieferengpässen betroffen. 73 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, von Engpässen bei Rohstoffen oder Zuliefererprodukten betroffen zu sein. Als Gründe wurden die mangelnde Verfügbarkeit von Rohstoffen oder Zuliefererprodukte sowie eine starke Nachfrage angegeben. Für das 4. Quartal 2021 rechnet eine deutliche Mehrheit der Unternehmen erneut mit Lieferengpässen.

„Die gute Stimmung im Sanitärbereich hält unvermindert an. Geschäftslage und -erwartung werden von den Befragten als sehr positiv bewertet. Zur Zufriedenheit der Unternehmen trägt auch das wieder erstarkte Auslandsgeschäft bei. Anders als in anderen Bereichen bestehen bei Sanitärarmaturen, Sanitärkeramik, Badewannen und Duschen derzeit keine Lieferengpässe. Leicht eingeschränkt ist die Lieferfähigkeit bei den Installationsprodukten“, sagt Jens Wischmann, Geschäftsführer der VDS.

Mittwoch, 17.11.2021