Green Deal Ready: Neue "CleanBox" reduziert Feinstaubemissionen von Kaminfeuer deutlich

Einzelraumfeuerstätten erfreuen sich seit Jahrzehnten ungebrochener Beliebtheit. Allerdings kann von ihnen auch eine erhebliche Belastung für Mensch und Umwelt ausgehen: Wenn der Verbrennungsvorgang unzureichend ist und die Abluft zudem noch ungefiltert durch den Schornstein entweicht, werden Feinstaub und Kohlenmonoxid in einem nicht zu vernachlässigenden Maße freigesetzt. Um die Emissionen von Kachelöfen, Kaminen und Kaminöfen maßgeblich zu reduzieren, hat Kutzner + Weber, eine Marke der Raab Gruppe, mit der "CleanBox" eine Komplettlösung zur Reduzierung von Feinstaubemissionen aus Einzelraumfeuerstätten entwickelt.

Das Bild zeigt die
Quelle: Kutzer + Weber GmbH
Neue "CleanBox" von Kutzer + Weber reduziert Feinstaubemissionen.

Im Zuge des Green Deals, mit dem Europa bis 2050 zu einem klimaneutralen Kontinent werden soll, kommt auch der Reduzierung von Emissionen durch Einzelraumfeuerstätten eine wichtige Rolle zu. Die Grenzwerte für Feinstaubemissionen werden voraussichtlich in den nächsten Jahren weiter gesenkt. Bereits jetzt regelt die Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV) die Grenzwerte für Kamin- und Kachelöfen in Abhängigkeit vom Alter der Feuerstätte. Dadurch droht Tausenden Feuerstätten die Stilllegung. Um dies zu vermeiden, hat Kutzner + Weber die "CleanBox" entwickelt. Mit der Komplettlösung zur Reduzierung von Feinstaubemissionen werden moderne Einzelraumfeuerstätten „Green Deal Ready“.

Sauberes Verbrennen als Basis

„Die Basis zur Reduzierung von Emissionen beim Biomasseabbrand besteht aus einer sauberen Verbrennung und der Reinigung des Rauchgases“, erklärt Alexander Root, Prokurist der Kutzner + Weber GmbH. Deshalb wurde die "CleanBox" so konzipiert, dass sie beide Voraussetzungen erfüllt. Im ersten Schritt unterstützt sie einen sauberen Verbrennungsprozess: Mithilfe eines Temperatursensors erkennt die "CleanBox", wenn der Ofen angezündet wird. Um das Anbrennen zu verbessern, erzeugt ein Saugzuggebläse automatisch einen hohen Unterdruck beim Start. Dadurch wird die Zeit der Anheizphase, in der besonders viele Emissionen freigesetzt werden, auf ein zeitliches Minimum reduziert. Sobald die Abbrandphase erreicht ist, reduziert das Saugzuggebläse den Druck automatisch auf einen optimierten Unterdruck von ca.12-20 Pascal in der Abgasleitung. Dies sorgt einerseits dafür, dass die eingesetzte Biomasse bis zu 21 Prozent effizienter verbrennt und somit weniger Emissionen in den Schornstein gelangen. Andererseits wird der Holzbedarf um bis zu 45 Prozent in der Spitze reduziert, dies schont Ressourcen und nicht zuletzt den Geldbeutel.

Das Bild zeigt die CleanBox von Kutzer + Weber
Quelle: Kutzer + Weber GmbH
Die "CleanBox" im Detail.

Emissionsreduzierung durch Reinigung der Abluft

Im zweiten Schritt wird die Abluft gereinigt. Mithilfe des Saugzuggebläses wird diese in die "CleanBox" gesaugt. Dort wird sie zunächst in einem CO-Modul gefiltert. Dieser Katalysator filtert je nach Abgastemperatur zwischen 30 und 80 Prozent des Kohlenstoffmonoxids heraus. Im nächsten Schritt werden die Feinstaubpartikel über einen elektrostatischen Partikelabscheider elektrisch aufgeladen und zu Grobstaub agglomeriert. Mithilfe eines Zyklonabscheiders wird dieser schließlich in einen Sammelbehälter am unteren Teil der "CleanBox" aufgefangen. Von dort kann der Staub problemlos vom Schornsteinfeger oder Betreiber abgesaugt werden. Die gereinigte Abluft wird schließlich zurück in den Schornstein geführt und verlässt das Gebäude emissionsreduziert für weniger Umweltbelastung.

Green Deal und Zero Emission

„Um den Zielen des Green Deals und unserem eigenen Credo ‚Zero Emission‘ gerecht zu werden, reicht es nicht, nur die Abluft zu reinigen“, erklärt Root. „Es kann durchaus notwendig sein, alte oder uralte Feuerstätten sowie Heizeinsätze gegen moderne auszutauschen. So werden Emissionen bereits im ersten Schritt verringert. Allerdings reicht das noch nicht aus, um die Grenzwerte einzuhalten, besonders wenn diese in den kommenden Jahren weiter abgesenkt werden“, sagt Root. “Die "CleanBox" als Teil des ‚intelligenten Schornsteins‘ sorgt durch die automatisierte Optimierung des Abbrands für eine Verringerung der Emissionen. Im Zuge der Rauchgasreinigung werden diese durch die Abscheidung von sowohl Feinstaub als auch Kohlenmonoxid weiter reduziert. „Einzelraumfeuerstätten, die mit der "CleanBox" betrieben werden, verringern die Luftverschmutzung, tragen so zum Einhalten von Grenzwerten bei, schonen die Ressource Holz durch effektiveren Abbrand und mindern dadurch auch die Kosten für den Verbraucher“, erläutert Root.

Donnerstag, 29.04.2021