Behaglichkeit, Komfort und Energieeffizienz für Altbau

Aktivdeckensystem "COOLFIX KCXA16" von Ke Kelit in der Modernisierung.

Wohngebäude von außen.
Quelle: Ke Kelit
In dieses Wohngebäude aus den 1950er Jahren wurde das neue "COOLFIX KCXA16" Deckenkühl- und Heizsystem von Ke Kelit binnen einer Woche installiert.

Aktivdecken zum Kühlen und Heizen stehen im Ruf, ein angenehmes, behagliches Raumklima ohne störende Zugluft zu allen vier Jahreszeiten zu schaffen. Zudem stehen bei ihnen eine hohe Energieeffizienz auf der Habenseite insbesondere in Kombination mit regenerativer Energie. Wichtig für Allergiker: Durch die Strahlungswärme ohne Konvektion entstehen so gut wie keine Staubaufwirbelungen.

Doch bisher kommt diese Technik hauptsächlich in Neubauvorhaben zum Einsatz. In der Modernisierung bzw. Sanierung von Gebäuden führt diese Technik noch Stiefmütterchen-Dasein. Zu komplizierte Abläufe, nur schwer in die Decken- bzw. Raumgeometrie zu integrieren und zeitintensive Arbeitsabläufe werden als Nachteile betrachtet. Der folgende Bericht zeigt jedoch, dass Aktivdecken gleichwohl in der Renovierung Vorteile haben.

Aus dem Werk direkt unter und auf die Decke

Beim Projekt Fladung (Wohnfläche 177 m2, umbauter Raum 452 m3) handelt es sich um ein altes Wohngebäude mit dem Baujahr 1956. Entsprechend groß war der Modernisierungs- und Sanierungsbedarf für einen komfortablen und lebenswerten Altersruhesitz.

Der Bauherr entschloss sich im Objekt zu einer Teilentkernung: Unter anderem wurden das Badezimmer und das Gäste-Badezimmer einer notwendigen Frischzellenkur unterzogen. In puncto Wärmeerzeugung und Verteilung entschloss sich der Auftraggeber zu einer Radikalkur: Alte Heizung raus, neue, energieeffiziente Wärmetechnik rein. Dazu wurden alle Heizkörper entfernt und in allen Räumen ein aktives Deckensystem installiert. Als Ersatz für die alte Heizungsanlage kam eine Wärmepumpe zum Einsatz, die eine ideale energiefreundliche Ergänzung für Deckenkühl- und Deckenheizsysteme darstellt.

Im Treppenhaus, in den Fluren und den Badezimmern wurde das "COOLFIX KCXA16" Schienensystem in eine abgehängte Decke integriert, in allen übrigen Räume wurde es direkt auf der Decke montiert. Die minimale Aufbauhöhe beträgt 30 mm, inkl. der mineralischen Deckenplatte.

Energieschiene eines Deckenkühl- und Heizsystems an einer Decke.
Quelle: Ke Kelit
Herzstück des "COOLFIX KCXA16" Deckenkühl- und Heizsystems ist die Energieschiene.

Gipskartonplatten ("Profil SL" mit 10 mm Höhe) bilden das sichtbare Ende der Deckenkonstruktionen. Knapp 170m2 Fläche des Schienensystems wurden verarbeitet, das sich problemlos in die Räumlichkeiten integrieren ließ. Knapp 1195 m des Profils wurden verlegt, der Rohrdurchmesser des Mehrschicht-Verbundrohrs beträgt d 16 x 2mm.

In beiden Etagen sorgen Klimaverteiler für die exakte Steuerung. Ausgelegt ist das System mit 22 Kreisen im Heizbetrieb mit einem Vorlauf von 35 °C und Rücklauf 30 °C. Im Kühlmodus beträgt der Vorlauf 16 °C, der Rücklauf 19 °C.

Ein Klimaverteiler an einer Decke.
Quelle: Ke Kelit
In den Etagen sorgen Klimaverteiler für die exakte Steuerung. Ausgelegt ist das System mit 22 Kreisen im Heizbetrieb mit einem Vorlauf von 35 °C und Rücklauf von 30 °C.

Die Wärmepumpe kommt von GS Wärmesysteme (Elco). Das Luft/Wasser Wärmepumpen-System der Serie "AEROTOP Split" verfügt über eine Leistungszahl (COP) bei Luft 2° /VL 35 °C:4,1 mit witterungsgeführter Regelung; der Warmwasserspeicher "HRS" hat 400 l Inhalt. Projektiert wurde die Anlage mit einer Heizlast von 10,4 kW und Kühllast von 7,3 kW durch Ke Kelit. Der Hersteller erstellte unter anderem die Heizlastberechnung nach DIN 12831, die Kühllastberechnung nach VDI 2078 und den daraus resultierenden hydraulischen Abgleich.

Freitag, 30.08.2019