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Neues in Sachen "Berufskleidung"

Ob SHK-Handwerker beim Kunden oder in der Industrie, jeder braucht sie – Berufskleidung.

Nicht nur für den Arbeitsschutz ist sie wichtig, auch die professionelle Außenwirkung und die entstehende positive "Corporate Identity" des Arbeitgebers sind nicht zu unterschätzende Faktoren. Obwohl Berufskleidung eigentlich schon immer ein selbstverständliches Muss darstellt, bedeutet dies noch lange nicht, dass sie deswegen langweilig und in der Zeit stehen geblieben ist.

So sieht der Systemanbieter für Berufskleidung CWS interessante Trends, die den Hang zur Weiterentwicklung in diesem Gebiet verdeutlichen: Die Mitarbeiter wollen sich in ihrer Ausstattung wohl fühlen, doch waren in der Vergangenheit viele Materialien nur auf Langlebigkeit ausgerichtet. Ob die Kleidung für den Mitarbeiter angenehm war, blieb zweitrangig. Beschäftigte von heute dagegen möchten hautverträgliche Gewebe tragen und wünschen sich viel Bewegungsfreiheit bei ihrer Arbeitskleidung. Das wird mit dehnbaren Materialien und Stretcheinsätzen erreicht. Für hautfreundliche Kleidung hat sich der "OEKO-TEX"-Standard 100 als das weltweit bekannteste Kenn-zeichen für schadstoffgeprüfte Textilien durchgesetzt.

Seit einigen Jahren zeichnet sich auch der Freizeitlook als Trend ab. Dies hat Berufskleidung dahingehend beeinflusst, dass sie eine gewisse Lässigkeit mitbringen muss. Gleichzeitig ist Arbeitskleidung viel modischer geworden. Die Schnitte haben sich in allen Branchen zu einer schlanken Passform entwickelt. Die Farbe spielt dabei ebenso eine zentrale Rolle. Es gilt: Gedeckte Farben wie Anthrazit sind die Favoriten der meisten Unternehmen.

Fünf Symbole kreisförmig angeordnet: Zwei Köpfe, Schuhe, Handschuhe und ein Overall.
Quelle: DavidRockDesign / https://pixabay.com/de/
Arbeitskleidung ist bei Handwerkern ein Muss - sie muss aber nicht langweilig sein.

Berufskleidung ist nicht nur "Arbeitskleidung"

Außerdem sind recyclefähige Berufskleidung beziehungsweise Materialien ein großes Zukunftsthema. Nachhaltige Beschaffung spielt weiterhin eine immer bedeutendere Rolle, gerade bei größeren Unternehmen. Mit "Fairtrade" zertifizierter Kleidung können Unternehmen ihre eigene Nachhaltigkeitsbilanz verbessern und durch das "Fairtrade"-Logo an der Kleidung ihr Verantwortungsbewusstsein zeigen.

Der Zukunftstrend heißt "Smart Textiles" – intelligente Textilien. Es gibt viele interessante, Schutz bietende Informationen, die die smarten Textilien an den Träger oder sogar darüber hinaus kommunizieren können. Selbstregulierende Kleidung kann schon heute bei steigender Körpertemperatur und Feuchtigkeit das optimale Mikroklima auf der Haut so erhalten, dass sich die Arbeitskleidung nicht verschwitzt anfühlt. Das ist ein entscheidendes Kriterium für das persönliche Wohlgefühl.

Auch Maren Gewand, Verkaufsleiterin beim DBL-Partner Ahrens Textil-Service GmbH, stellt eindeutige Tendenzen fest: "Das Bewusstsein für Berufskleidung hat sich geändert. Der Wunsch der Träger nach einem modernen und stylishen Erscheinungsbild steigt. Ganz klar. Berufskleidung ist nicht mehr nur Arbeitskleidung. Sie ist ein Element, das Unternehmen darzustellen und sich selbst auszudrücken."

Darum wird in deutschen Firmen mittlerweile viel bewusster entschieden, was getragen wird. Und so ist die Vielfalt bei Farben und Formen deutlich gewachsen – gerade im Handwerk. Maren Gewand: "Stretchelemente, Jeansoptik, Strukturgewebe, dezente Farbgestaltung und auch schmale Schnitte – all das findet sich verstärkt in der Berufsklei-dung für das Handwerk, liegt voll im Trend." So wie zum Beispiel Grautöne, aber auch die neue Melange-Optik von Geweben. "Das ist dezent, wirkt wertig und edel – und geht eigentlich immer."

Mit diesem Wissen im Hinterkopf werfen wir nun einen Blick auf verschiedene Anbieter von Berufskleidung und ihre Neuheiten – ohne Anspruch auf Vollständigkeit, in alphabetischer Reihenfolge der Hersteller.

Blåkläder: Neue Handwerkerhosen mit Stretch

Drei Unterkörper von Männern mit Arbeitshosen und Schuhen.
Quelle: Blaklader

Stretch scheint in den letzten Jahren in nahezu allen Kleidungsstücken mit schmalerer Passform Standard geworden zu sein. Jeanshersteller fügen schon seit langem Stretch zu ihren schlank geschnittenen Modellen hinzu. Die führenden Workwear-Marken wissen, dass Berufskleidung flexibel sein muss, um eine gute Bewegungsfreiheit bei der Arbeit in schwierigen, unbehaglichen Positionen zu ermöglichen. Die neue Handwerkerhose von Blåkläder gibt es deshalb mit 4-Wege-Stretch, was große Bewegungsfreiheit, Komfort und Performance gewährleistet. Als erstes kommt die Hose "1998" auf den Markt, eine Kombination aus 4-Wege-Stretch mit 360°-Mobilität, verstärkt mit "Cordura"-Stretch für verbesserte Haltbarkeit und Schutz in stark beanspruchten Bereichen. Die Produktreihe mit 4-Wege-Stretch umfasst drei Handwerkerhosen in verschiedenen Farben und zwei Handwerkershorts.

CWS: Neue "Workwear Compact Line" ist funktionaler Helfer im Arbeitsalltag

Zwei Männer arbeiten in einem Technikraum.
Quelle: CWS Boco

Der körpernahe Schnitt der neuen "Compact Line" von CWS in den Farbkombinationen Royalblau/Marine, Anthrazit/Grau und Signal/Anthrazit unterstreicht den modernen Look der Berufskleidung. Die Workwear eignet sich für den Ganzjahreseinsatz und umfasst Arbeitsjacke, Bundhose, Latzhose, Overall, Bermuda-Shorts, Weste und Kittel. Die Arbeitskleidung ist zudem nachgewiesen hautfreundlich, auf Schadstoffe geprüft und entspricht dem "OEKO-TEX"-Standard 100. Die "CWS Compact Line" punktet mit zahlreichen Details, wie einer Zollstocktasche mit schnittfester "Cordura"-Verstärkung, die eine praktische Staumöglichkeit für Werkzeuge und Arbeitsutensilien bietet. Das länger geschnittene Rückenteil der Arbeitsjacke und Weste sorgt für besseren Schutz vor Kälte. Eine Verstärkung im Kniebereich erleichtert zudem das Arbeiten im Knien. Für eine optimale Belüftung gibt es Ventilationszonen unter den Armen. Die Arbeitskleidung ist Unisex und daher für Damen und Herren geeignet. Wie alle CWS-Kollektionen ist auch die "Compact Line" im flexiblen Mietservice erhältlich.

DBL: Authentizität und Professionalität sind gefragt

Ein Mann in Arbeitskleidung lehnt mit verschränkten Armen und Beinen an einer Wand.
Quelle: DBL

Längst vorbei sind die Zeiten, als die Mitarbeiter stillschweigend akzeptiert haben, was die Arbeitgeber ihnen an Kleidung stellten. Zeit für einen Umbruch. Das stellt auch die DBL, ein bundesweiter Verbund mittelständischer textiler Mietdienstleister, fest. Bei der Entwicklung der eigenen Premiumkollektion "DBL Meisterstück" wurden deshalb im Vorfeld ebenfalls Kritik, Anregungen und fundierte Meinungen der deutschen Kunden gesammelt. So ist man bei der DBL davon überzeugt, dass viele Menschen heute nach einer wirklich besonderen Berufskleidung suchen. Und reagierte mit der – inzwischen mit dem German Design Award ausgezeichneten – Kollektion "DBL Meisterstück". Diese bildet, so Thomas Krause von DBL, in ihrem Erscheinungsbild, in ihrer Funktionalität und ihrem Tragekomfort genau diese Erwartungen ab. "Denn schließlich wollen die Träger heute eine solche Wertigkeit und Professionalität zur Darstellung ihrer eigenen Kompetenz nutzen. Und sie wollen sich gleichzeitig absolut authentisch und wohl in der Kleidung fühlen."

engelbert strauss: "e.s.motion ten" zum Jubiläum

Eine Frau sitzt in Arbeitskleidung auf Werkzeugkisten.
Quelle: engelbert strauss

2009 kreierte engelbert strauss die "e.s.motion"-Kollektion, die gemeinsam mit Handwerkern aus den verschiedensten Branchen entwickelt wurde. Pünktlich zum Jubiläum präsentiert das Unternehmen jetzt die Weiterentwicklung der Serie "e.s.motion ten". Zum Start erscheint "e.s.motion ten" mit Cargohosen, Shirts und Jacken in neuartigen Material-Kompositionen sowie Taschen und Rucksäcken im neuen "motion ten"-Look. Der robuste Workwear-Stoff der Arbeitshosen mit "CorduraNyco"- und Stretch-Anteil wurde, nach Vorbild von Denim-Stoffen, mehrfach gewaschen, was einen coolen Vintage-Look erzielt. Die moderne Schnittführung mit schmal zulaufendem Bein ist eine lässige Interpretation des angesagten Streetstyles und gleichzeitig sehr bequem. Die Jacken sind eine clevere Kombination aus gestrickten und gesteppten Bereichen. Die natürlichen Farben der Kollektion wie tarngrün, oxidschwarz, granit und aschbraun sind universell in vielen Gewerken einsetzbar, aber deutlich dezenter als der zweifarbige Look der bisherigen "e.s." Kollektionen. Bewusst zurückhaltend sind auch Logos und Nähte tonal angepasst.

Dienstag, 18.02.2020

Von Jennifer Pakosch
Online-Redakteurin, Heizungs-Journal Verlags-GmbH