„Nana korobi, ya oki.“

Was haben die Republik Fidschi und Bonn gemeinsam? Die Bevölkerungsdichte ist es schon mal nicht…

Der südpazifische Inselstaat war auch nicht von den Germanen oder Römern besiedelt... Irgendetwas (Welt-)Politisches…? Gar nicht so schlecht!

Denn die 23. Weltklimakonferenz findet aktuell vom 6. bis 17. November 2017 in Bonn unter der Präsidentschaft der Fidschi-Inseln statt. Deutschland ist sozusagen „technischer Gastgeber“ für ein mediales Großereignis mit bis zu 25.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, welches unter dem Motto steht: „Von Fidschi bis Bonn vereint für den Klimaschutz“. Auch die Bundesregierung will sich aktiv an der „größten zwischenstaatlichen Konferenz, die es in Deutschland je gegeben hat“, beteiligen. Wir können also alle davon ausgehen, dass das zwei pralle November-Wochen voller Superlative werden! So soll es, laut Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), im deutschen Pavillon in der sogenannten „Bonn-Zone“ mehr als 60 Veranstaltungen zum Thema Klimaschutz geben. Zusätzlich dazu will die Bundesregierung zusammen mit Fidschi anderen den Raum geben, ihre Ideen zu präsentieren und zu diskutieren – im sogenannten „Talanoa Space“. „Talanoa“, das sei ein verbreitetes Konzept auf Fidschi und bezeichne einen Austausch, der inklusiv und transparent sei und Lösungen zum Wohle aller zum Ziel habe.

Auf nach „Talanoa“! Möchte man da rufen.

Jedoch, das haben die deutschen Bundesbürgerinnen und Bundesbürger mittlerweile verstanden, ist der Klimaschutz nicht ganz so „easy“ zu machen. Klimaschutz ist eine verdammt ernste Sache, vor allen Dingen auf den Fidschi-Inseln – mitten im Südpazifik. Lässig-beschwichtigende „Südsee-Hula“-Stimmung hilft da im Grunde nur der Fraktion für „alternative Klimaforschung“.

Erdgasnetz der Zukunft mit Brennstoffzelle für die Hausenergieversorgung
Quelle: Initiative Brennstoffzelle
Erdgasnetz der Zukunft mit Brennstoffzelle für die Hausenergieversorgung

Dass „Clean Tech“ echte Arbeit ist, das weiß die Heizungsbranche – Industrie, Handel und Handwerk – nur allzu gut. Dass „saubere“ Heiz- und Energietechnik echte Arbeit ist, das erfährt aktuell der Markt für Brennstoffzellenheizungen am eigenen Leib. Im Segment der hocheffizienten Gasverwendung seit Jahren als die „Spitze der Nahrungskette“ gehandelt, scheint derzeit Sand im nicht vorhandenen Verbrennungsmotor zu reiben.

Da bleibt nur noch eines zu sagen: „Nana korobi, ya oki.“ Oder: „Siebenmal hinfallen, achtmal (wieder) aufstehen.“

Montag, 06.11.2017

Jörg Gamperling
Von Jörg Gamperling
Chefredaktion HeizungsJournal