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Modernisieren mit Wärmepumpe – natürlich geht das

"Eine Wärmepumpe funktioniert nur mit Fußbodenheizung", "Die meisten Bestandsgebäude sind für eine Niedertemperaturheizung nicht geeignet", "Wärmepumpe beim Heizungstausch ist viel zu teuer - das geht nur mit Öl und Gas." Derartige Falschannahmen sind leider immer noch weit verbreitet. Im Neubau entscheidet sich bereits jeder dritte Bauherr für eine Wärmepumpe. Im Bestand ist die Entwicklung zögerlich – dabei lässt sich auch beim Heizungstausch in der Regel eine klimaschonende Wärmepumpenlösung realisieren.

Der Bundesverband Wärmepumpe hat mit Unterstützung der Fachhandwerker aus den Expertengremien schon im vergangenen Jahr einen Praxisratgeber "Modernisieren mit Wärmepumpe" für SHK-Handwerker, Planer und Berater entwickelt, die sich intensiver mit klimaschonenden Heizungssystemen beschäftigen möchten. Nun ist eine weitere Broschüre zum gleichen Thema erschienen, die sich an den Endkunden richtet und alle wichtigen Schritte von der Planung über die finanzielle Förderung bis zur Wartung anschaulich erklärt.

Titelseiten zweier Ratgeber zum Thema Modernisieren mit Wärmepumpen.
Quelle: BWP e.V.
"Ratgeber-Duo" Modernisieren mit Wärmepumpe

Die Broschüren können hier angeschaut und bestellt werden. BWP-Mitglieder bekommen die A5-Hefte zu günstigeren Konditionen und haben außerdem die Möglichkeit, ihr eigenes Firmenlogo und eigene Referenzprojekte einzubinden.

Entscheidend ist eine sorgfältige Planung

Entscheidend für den Heizungstausch mit Wärmepumpe ist es, die individuellen Gegebenheiten des Hauses, des Grundstücks und die Wünsche der Bewohner bei einem Vor-­Ort­-Termin abzugleichen. Zu prüfen ist vor allem, ob der Dämmstandard des Hauses, die Größe der vorhandenen Heizflächen und die Vorlauftemperatur des Wärmepumpen­-Systems zueinander passen.

Neben der Feststellung der möglichen Wärmequelle ist also eine sorgfältige Objektaufnahme unumgänglich. Hierzu gehört neben der Heizlastberechnung die Analyse des bestehenden Heizsystems (Hydraulik) und der vorhandenen Heizkörper bzw. Heizflächen. Zusätzliche energetische Maßnahmen, die im Rahmen der Modernisierung geplant sind, spielen natürlich eine entscheidende Rolle bei der Errechnung der möglichen Vorlauftemperatur. Ein hydraulischer Abgleich sollte in jedem Fall Teil des Angebots sein. Wenn die Bedingungen für eine Wärmepumpe nicht passen, ist unter Umständen eine bivalente Lösung möglich. Unterstützung bei der Angebotserstellung und nützliche Planungstools finden Sie hier.

Ein Mann bedient eine Wärmepumpe.
Quelle: BWP e.V.
Sorgfältige Planung der Auslegung und Dimensionierung ist entscheidend.

Dienstag, 23.10.2018