KME-Gruppe an Chinesen verkauft

Messingstangen und Rohre aus Europa betroffen

Jetzt ist es offiziell: Die KME-Gruppe verkauft ihr europäisches Messingstangen-Geschäft und ihr Rohrgeschäft mit Standorten in Deutschland und Spanien an die Hailiang Group.

Das Bild zeigt Messingstangen.
Quelle: KME AG
Die KME-Gruppe trennt sich vom Produktbereich Messing in Deutschland und Italien.

Ganz konkret bedeutet das: Die KME AG, einer der Marktführer in der europäischen Industrie für Halbfertigerzeugnisse aus Kupfer- und Kupferlegierungen, trennt sich vom Produktbereich Messing in Deutschland und Italien sowie vom Produktbereich Rohre in Deutschland und Spanien. Hierzu wurde mit der Zhejiang Hailiang Co. Ltd. bereits eine Verkaufsvereinbarung getroffen.

Hailiang ist einer der chinesischen Marktführer auf dem Kupferrohr- und Messingstangenmarkt mit internationaler Präsenz in den USA und im asiatischen Raum - bisher allerdings nicht in Europa. Zhejiang Hailiang ist an der Börse Shenzhen notiert. Mit diesem Schritt verfolgt die KME-Gruppe die strategische Ausrichtung ihrer Aktivitäten auf Walzerzeugnisse und Spezialprodukte aus Kupfer und Kupferlegierungen.

Nach der Übernahme von MKM, die am 6. Juli 2018 unterzeichnet wurde und deren Abschluss voraussichtlich im ersten Quartal 2019 erfolgen wird, setzt die vorliegende Transaktion mit Hailiang die Straffung des Portfolios und der Standorte der KME-Gruppe durch eine Reduzierung der Anzahl der Produkte und Anlagen fort.

Die an der Transaktion beteiligten Konzerngesellschaften sind die KME Brass Germany GmbH, die KME Brass Italy S.p.A., die Kabelmetal Messing Beteiligungsgesellschaft mbh, die KME Ibertubos S.A.U. sowie Vermögenswerte und Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem deutschen Rohrgeschäft der KME Germany GmbH und Co.KG.

Angebot für Frankreich abgegeben

Hailiang hat ebenfalls ein verbindliches Angebot für den Erwerb der KME Brass France SAS, die das französische Messingstangengeschäft betrifft, abgegeben und KME eine diesbezügliche Verkaufsoption eingeräumt. KME wird nach Erhalt dieses Angebots unverzüglich das Konsultationsverfahren mit den zuständigen Arbeitnehmervertretungen einleiten.

Zum Hintergrund: Die von dieser Transaktion betroffenen Bereiche beschäftigen insgesamt rund 1.100 Mitarbeiter und haben im Jahr 2017 einen Umsatz von rund 540 Millionen Euro und ein EBITDA von rund 15 Millionen Euro erzielt. Der vereinbarte Kaufpreis für die Transaktion beträgt 119 Millionen Euro zuzüglich Working Capital und Erstattung der bei Abschluss ausstehenden konzerninternen Verbindlichkeiten. Der Abschluss der Transaktion steht unter aufschiebenden Bedingungen und wird voraussichtlich im ersten Quartal 2019 erfolgen.

Weiterführende Informationen: https://www.kme.com/de

Montag, 04.02.2019