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ISH 2017: Neues zur Heizungswasseraufbereitung - Teil 1

Welt der Installationstechnik

Die folgenden Informationen zu Messeneuheiten aus der Installationstechnik erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern sie dienen als erste Übersicht auf Produkte und Lösungen, die auf der Weltleitmesse ISH 2017 ins Auge fielen. Zugleich eröffnen sie den Blick auf Entwicklungen, die das tägliche Arbeitsumfeld in der Installation in Zukunft prägen.

Der Bauboom und die gute Konjunktur haben in Deutschland auch das Installationsgeschehen beflügelt. Laut Statistischem Bundesamt war im 4. Quartal 2016 gegenüber dem Vorjahreszeitraum bei den Gas-, Wasser-, Heizungs- sowie Lüftungs- und Klima-Installationen ein Plus von 0,2 Prozent beim Umsatz zu verzeichnen. Die Beschäftigtenzahl stieg im gleichen Zeitraum um 1,4 Prozent. Bezogen auf das Gesamtjahr ergab sich sogar eine Umsatzsteigerung von 2,9 Prozent.

Nach vom ZVSHK auf der ISH genannten Zahlen hat das Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerk im vergangenen Jahr mit 41,7 Mrd. Euro sogar einen neuen Rekordumsatz erwirtschaftet.

Zehn Jahre zuvor lag der Umsatz noch bei 30,6 Mrd. Euro. Wachstums­treiber war das Modernisierungsgeschäft bei Bädern und Heizungen im Altbau. Hier lag der Umsatzanteil bei 72 Prozent. Hauptkundengruppe waren mit einem Anteil von 61,4 Prozent die privaten Auftraggeber – gefolgt von gewerblichen Kunden (16,5 Prozent), Wohnungsbaugesellschaften (13,1 Prozent) und der öffentlichen Hand (9 Prozent).

Die Betriebe profitieren demnach weiter von der großen Investitionsbereitschaft der Eigenheimbesitzer. "Wobei weiter gilt: Die Deutschen modernisieren eher ihre alten Bäder als ihre ineffizienten Heizungsanlagen. Die Sanierungsrate bei Heizkesseln liegt seit Jahren bei drei Prozent", so Friedrich Budde, Prä­sident des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima (ZVSHK). "Damit lassen sich die energie- und klimapolitischen Ziele der Bundesregierung nicht erreichen!"

Getrübt wird die allgemein gute Stimmung im Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerk aber durch den spürbaren Fachkräftemangel. Denn dem Umsatzwachstum steht nur ein geringes Beschäftigungswachstum gegenüber. Die Zahl der Beschäftigten wuchs trotz der äußerst stabilen Auftragslage in 2016 nur um ein Prozent auf 368.397 Mitarbeiter. Dabei suchte fast die Hälfte aller Betriebe im SHK-Handwerk im Jahr 2016 personelle Verstärkung.

Heizungswasseraufbereitung - Produkte, die ins Auge fielen

BWT: Perlwasseranlagen "AQA perla 4.0" und "AQA perla CT"

Die Perlwasseranlage
Quelle: HeizungsJournal/Maischatz
Durch eine App auf dem Smartphone und Tablet oder durch die Website lässt sich die Perlwasseranlage "AQA perla 4.0" von BWT jederzeit bedienen.

Als "Meisterstücke der Innovation" und "Weltsensation" bezeichnet BWT die Duplex-24/7-Perlwasseranlagen "AQA perla 4.0" sowie "AQA perla CT". Die kompakten Lösungen für größere Gebäudeanlagen vereinen eine hochwertige Wasseraufbereitung mit modernster Kommunikationstechnologie. Die Konnektivität unterstützt dabei die Betriebssicherheit, sorgt für bequeme Bedienung und schafft das Fundament für Servicequalität.

Lutz Hübner, Geschäftsführer von BWT in Deutschland und Österreich, betont: "Mit dieser neuen Generation unserer wichtigsten Produktgruppe bringen wir eine Weltsensation und legen den Grundstein für eine neue digitale Ära. Unsere Perlwasseranlagen fügen sich nun ideal in das Konzept des Internets der Dinge, in dem Mensch, Maschine und Netz zu einer perfekten Symbiose finden. Dabei steht der Mensch und die Bedienerfreundlichkeit für uns immer an erster Stelle.“

Die BWT-Innovationsleistung besteht neben neuer Hard- und Software aus einem Quantensprung des Informationsaustausches: Kernstück ist die BWT-Daten-Cloud. Neu installierte Anlagen können registriert werden und übermitteln immer wieder ihren Betriebsstatus. BWT verspricht, mit den Daten transparent und entsprechend der Datenschutzrichtlinien umzugehen. Über eine eigens für Installateur-Partner eingerichtete Managementoberfläche können diese auf die Daten ihrer installierten Geräte zugreifen. So ist eine rasche Reaktion auf etwaige Störungen möglich, sowohl vom BWT-Werkskundendienst als auch vom BWT-Partner-Installateur.

In diesem Dreieck BWT, BWT-Trinkwasser-Profi und Endkunde wird so das Gerät selbst zur Schnittstelle reibungsloser Kommunikation. Hübner: "Wir können jetzt gemeinsam aktiv auf die Kunden zugehen, eingreifen und etwaige Störungen oder Fehlermeldungen be­heben, um unseren Kundendiensteinsatz perfekt vorzubereiten und unnötigen Kundendiensteinsatz von vornherein zu vermeiden. So funktioniert die überzeugende Servicequalität 4.0. Vorausblickende Wartung nennt sich das neue Erfolgsprinzip."

Von WLAN bis GSM: Der Kontakt hält. So erwartet Endkunden eine Menge Komfort. Sie werden infor-miert, wenn der Betrieb der Anlage beeinträchtigt ist und sie erfahren direkt vom Hersteller oder vom Installateur frühzeitig von Störungen. Sie können per App via Smartphone und Tablet die Leistungsfä-higkeit der Anlage auch selbst überprüfen und werden über den reibungs­losen Ablauf genauso wie über notwendige Wartungsschritte bedarfs­orientiert informiert.

Das "intelligente Zuhause" wird um einen wesentlichen Bestandteil ergänzt: Man braucht nicht in den Technikraum gehen, wo die Anlage außer Sichtweite arbeitet. Ob Salz nachgefüllt werden muss oder auch ob der Status in Ordnung ist – ein Blick auf das Smartphone genügt.

Dabei bietet der "AQA perla 4.0" ein doppeltes Netzwerk zur internen Konnektivität im Haushalt: Es kann sowohl über das Betreiber-Netzwerk via WLAN und LAN als auch über das GSM-Netz kommunizieren. Das heißt: Reicht der Internet-Router nicht bis in die Kellerräume, bietet das Mobilfunknetz ein Back-up ohne Zusatzkosten. Zusätzlich bietet BWT eine Erweiterungsantenne, um die Konnektivität nicht nur zu versprechen, sondern auch dafür zu sorgen.

Erstmalig ist eine Auto-Check-Funktion möglich, die Wartungsaufträge ermöglicht, die von der Anlage im Alleingang erledigt werden und vom Servicetechniker direkt zu überwachen sind. Zudem sorgt ein Urlaubsmodus für zusätzliche Sicherheit.

Die Bedienung ist einfach: Ein 5-Zoll-Touchscreen aus Glas sorgt für höchsten Bedienungskomfort und sorgt für gute Lesbarkeit durch seine helle und klare Auflösung.

Vollendet im Design, kompakter als das Vorgängermodell, perfektioniert in der Bedienung ist die Duplex-24/7-Perlwasser-Anlage "AQA perla 4.0" intuitiv und somit einfach zu steuern und zu bedienen.

Weitere Informationen unter www.bwt.de

Caleffi: Schlammabscheider "Dirtmag Slim" mit erweitertem Programm

Der Schlammabschneider
Quelle: Caleffi
Trotz kompakter Bauweise sorgt der Schlammabschneider "Dirtmag Slim" von Caleffi für eine effiziente und schnelle Reinigung des Heizungswassers.

Caleffi präsentierte das erweiterte Programm seiner "Dirtmag Slim"-Schlammabscheider mit magnetischer Reinigungswirkung für Wandheiz­kessel. Die verschiedenen Versionen mit passenden Adapterstücken decken damit den Einsatz in fast allen Geräten der führenden Hersteller ab.

Oberste Priorität bei der Weiterentwicklung hat die einfache und sichere Montage unter beengten Platzverhältnissen. Dafür wurden in enger Zu­sammenarbeit mit Fachhandwerkern verschiedene Anschlussadapter mit Klemmring- und Übergangsverschraubungen für die Unter- und Aufputzmontage entwickelt und deren Handhabung in einem breit angelegten Feldversuch getestet und zur Serienreife gebracht.

Für die Wandheizkessel von Junkers ist eine Unterputzversion des "Dirtmag Slim" erhältlich. Für Vaillant-Geräte sind Versionen für Auf- und Unterputzmontage verfügbar. Dazu gibt es eine universelle Version für Geräte anderer Hersteller.

Trotz seiner kompakten Bauweise, die unerlässlich für die Montage direkt unterhalb des Wandheizkessels ist, stellt das Gerät aufgrund seiner besonderen Technik eine effiziente und schnelle Reinigung des Heizungswassers sicher.

Die Reinigungsfunktion beruht auf zwei sich ergänzenden Stufen:

Zunächst trennt eine im Volumenstrom angebrachte Brücke alle im Medium vorhandenen Verunreinigungen. Deren Funktionsprinzip ist dabei so einfach wie genial. Die Brücke erzeugt eine Turbulenz innerhalb des Volumenstroms. Dadurch werden die Verunreinigungen in die Dekantierkammer geleitet. Auf dem Weg dorthin passieren sie mehrere, radial angeordnete Netzflächen. Durch deren spezielles geometrisches Konzept wird die Strömungsgeschwindigkeit so weit herabgesetzt, dass die Verunreinigungen problemlos durch Schwerkraft in die große Sammelkammer absinken.

Zusätzlich sorgt ein in der Sammelkammer außen am Gehäuse angebrachter Magnetring für zusätzliche Abscheidekapazität. Er separiert wirkungsvoll eisenhaltige Verunreinigungen – so genanntes Magnetit – aus dem Trägermedium. Diese ferromagnetischen Partikel, die im Laufe der Zeit im Trägermedium korrodieren, werden durch ein starkes Magnetfeld, das die im Außenring eingesetzten Magnete erzeugen, im Gehäuse zurückgehalten. Sie "kleben" durch Magnetkraft förmlich an der Innenwand.

Vorteil dieses Funktionsprinzips: Der Schlammabschneider "Dirtmag Slim" scheidet bei minimalem Druckverlust selbst kleinste Partikel effizient ab. Alle Schmutz­partikel, auch das Magnetit, können bei laufendem Betrieb aus der Dekantierkammer durch Öffnen des Ablasshahns ausgeschieden werden. Dazu muss der Magnetring für den Entleerungsvorgang nur kurz demontiert werden, was durch Cliptechnik schnell und unkompliziert möglich ist. Alle Versionen sind für einen max. Betriebsdruck von 3 bar und einen Betriebstemperaturbereich von 0 bis 90 °C ausgelegt. Zulässiges Betriebsmedium ist Wasser.

Weitere Informationen unter www.caleffi.com

Grünbeck: Kombination für die praktische Heizungswasseraufbereitung

Die Mischbettpatrone
Quelle: Grünbeck
Mit dem Heizungsschutzprogramm "desaliQ" und "thermaliQ" bietet Grünbeck eine abgestimmte Kombination von schneller und sicherer Füllwasseraufbereitung mit anschließendem Korrosionsschutz und pH-WertStabilisierung.

Einen hochwertigen und umfassenden Schutz für Heizungsanlagen sieht Grünbeck in einer Kombination aus zwei Aufbereitungskomponenten. Für die Erst- und Neubefüllung liefert die mobile Mischbettpatrone "desaliQ:MA" vollentsalztes Wasser. Zum Schutz vor Verunreinigungen und Verschlammungen sowie für die Reinigung der Anlagenhydraulik ergänzen die Dosierflüssigkeiten "thermaliQ safe" und "thermaliQ clean" das Heizungsschutzprogramm.

Die Mischbettpatrone "desaliQ:MA" ist für ein praxisgerechtes Handling sowie je nach Ausführung als tragbare oder fahrbare Aufbereitungseinheit konzipiert. Die größere Variante "desaliQ:MA13" ist mit einer Füllleistung von 1.300 l/h für größere Heizungsanlagen geeignet, während die "desaliQ:MA9" mit 900 l/h Füllleistung für kleinere Anlagen ausgelegt ist. Ein innenliegendes Verteilersystem sorgt für eine gleichmäßige Durchströmung des Spezial-Mischbettharzes. Im Verschluss der Patrone ist ein Leitfähigkeitsmessgerät integriert, durch das sich die Rest­kapazität leicht kontrollieren lässt.

Verbrauchtes Aufbereitungsharz wird bei beiden Ausführungen einfach gegen vorportioniertes Harz ausgewechselt, das in Eimern mit je zwei oder vier Kunststoffbeuteln geliefert wird. Dank dem einfach zu handhabenden "cliQ"-Verschluss lässt sich das "desaliQ:MA"-Beutelharz in Sekundenschnelle wechseln und problemlos über den Hausmüll entsorgen.

Die zweite Komponente der Heizungswasseraufbereitung bildet die Dosierflüssigkeit "thermaliQ safe", die das Anlagensystem vor Korrosion schützt und den pH-Wert stabilisiert. Die nach einer Zeit von acht bis zwölf Wochen nötige Nachkontrolle des pH-Wertes kann durch die Verwendung von "thermaliQ safe" entfallen, sodass eine jährliche Messung und Kontrolle des Anlagenwassers ausreichend ist. Zusammen mit der Befüllung mit VE-Wasser erfüllt diese kombinierte Wasseraufbereitung die Kriterien der "salzarmen Anlagenfahrweise" gemäß VDI 2035.

Zur Reinigung von bestehenden Heizungssystemen komplettiert der Anlagenreiniger "thermaliQ clean" das Grünbeck-Heizungsschutzprogramm. "Bei der Modernisierung von Heizungsanlagen ist zunächst eine Reinigung des Anlagensystems erforderlich. Die Dosierlösung »thermaliQ clean«, die mittels der passenden Befüllpumpe dosiert wird, entfernt über einen Zeitraum von drei bis sechs Wochen Verunreinigungen und Ablagerungen, sodass anschließend die Anlage entleert, gespült oder durch eine Kreislauffiltration gereinigt werden kann. Anschließend kann die Anlage mit aufbereitetem VE-Wasser neu befüllt werden", empfiehlt Jochen Kitzler, Leiter Vertriebsinnendienst bei Grünbeck Wasseraufbereitung.

Weitere Informationen unter www.gruenbeck.de

Judo: Premiere des "Heifi-Füllblock Pure" bzw. "Soft"

Der Judo-
Quelle: HeizungsJournal/Maischatz
Der Judo-"Heifi-Füllblock Pure" mit Patrone "Pure 7500" (l.) und der Patrone "Soft 12000" (r.).

Premiere zur ISH 2017 im Bereich Heizungsbefüllung: den "Heifi-Füllblock Pure" bzw. "Soft" zur Entsalzung bzw. Enthärtung präsentierte Judo. Insbesondere bei Präzision und Handhabung setzen die Geräte laut Hersteller Maßstäbe. Die Basis dafür: die exakte Messung und Berechnung von Füllwasserqualität und Behandlungskapazität.

Der "Füllblock" verfügt über einen Sensor zur Messung der Produktwasserleitfähigkeit. Ergänzt wird dieser durch einen elektronischen Turbinenwasserzähler, der die Füllwassermenge exakt ermittelt. Auf dieser Grundlage kann das System nicht nur die Leitfähigkeit des Produktwassers anzeigen, sondern auch die Restkapazität der angeschlossenen Patrone präzise errechnen und über das LCD-Display an der Oberseite angeben. Die Eingabe von Patronentyp, Rohwasserhärte und gewünschter maximaler Leitfähigkeit erfolgt einfach über die Folientastatur.

Der "Heifi-Füllblock Soft" liefert enthärtetes Füllwasser – und alle wichtigen Informationen, die das Befüllen einfach, sicher und komfortabel machen. Patronentyp und Rohwasserhärte werden über die Folientastatur eingegeben. Der "Füllblock" errechnet die exakte Restkapazität und meldet eine Überschreitung über das LCD-Display.

Die beiden Füllsysteme verfügen über eine Entnahmestelle für Bügelwasser, ein Gehäuse aus hochwertigem Kunststoff mit Isolierschalen aus EPP und einen Ausgang zur Ansteuerung eines externen Melderelais. Die neuen "Füllwasser-Profis" sind anschlussbereit für "Pure"- bzw. "Soft"-Patronen des Herstellers in zwei verschiedenen Größen.

Weitere Informationen unter www.judo.eu

Dienstag, 23.05.2017

Von Thomas Maischatz
Redaktion, Heizungs-Journal Verlags-GmbH