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Intelligentes Frühwarnsystem für Korrosion und Heizwasserqualität

Rostbraunes Heizungswasser oder etwa ein Leck in der Heizanlage – diese sicheren Indizien für Korrosion in der Heizanlage kennt jeder. Ist es allerdings schon so weit, dass die Anzeichen für Korrosion äußerlich sichtbar sind, ist es oft schon zu spät.

Denn der Korrosionsprozess beginnt viel früher, im unsichtbaren Inneren der Heizanlage. Um Korrosion entgegenzuwirken, ist es neben einer einwandfreien Heizwasserqualität also auch sinnvoll, das Übel direkt an der Wurzel zu packen und sich gar nicht erst ausbreiten zu lassen.

Die Firma UWS Technologie hat dafür eine hochinteressante Lösung entwickelt: Durch Korrosionsmonitoring und Onlinemessung werden für die Heizwasserqualität kritische Werte und Parameter so frühzeitig erkannt, dass ein rechtzeitiges Eingreifen möglich ist und kostspielige Schäden an der Anlage vermieden werden können.

Korrosion durch Heizungswasser an einer Pumpe.
Quelle: UWS Technologie
Durch solche Ablagerungen sind Schäden an einzelnen Installationskomponenten, wie beispielsweise Pumpen, fast schon vorprogrammiert.

Das Thema "Korrosion in Heizsystemen" ist eigentlich kein Neues. Seit Wasser und Metall aufeinandertreffen, gibt es auch Korrosion. Spätestens seit Inkrafttreten der VDI 2035, die sich mit der Vermeidung von Steinbildung und Korrosion in Heizsystemen auseinandersetzt und Empfehlungen zur Verhinderung ausspricht, wurde das Problem proaktiv angegangen. Und doch ist es ein bisschen wie mit Unkraut: Selbst bei fach- und normgerechter Aufbereitung des Heizungswassers und vieler Präventionsmaßnahmen kann sich Korrosion ins System schleichen.

Zwei inkrustierte Rohrleitungen.
Quelle: UWS Technologie
Ein typisches Bild aus dem Bestand: inkrustierte Rohrleitungen.

Beschäftigt man sich intensiver mit dem Thema "Korrosion", wird auch klar, woran das liegt. Maßgeblich für die Entstehung von Korrosion sind vier Komponenten: Sauerstoff, Wasserhärte, pH-Wert und Leitfähigkeit. Insbesondere dem Sauerstoff gilt ein besonderes Augenmerk, denn dieser tritt häufig ungewollt ins Heizsystem ein.

Ursachen hierfür gibt es viele: Sauerstoff kann beispielsweise durch eine fehlerhafte Berechnung des Ausdehnungsgefäßes, was zu Unterdruckzonen führen kann, ins Heizsystem gelangen, aber auch durch sauerstoffdurchlässige Materialien wie Schläuche, durch häufiges Entleeren oder auch durch eine unsachgemäße Nachspeisung. Die häufigste Ursache jedoch ist der unvermeidliche Vordruckverlust bei Membranausdehnungsgefäßen, der von außen nie bemerkbar ist und den auch nur selten jemand prüft.

Problematisch bei der Korrosion ist, dass diese oftmals erst bemerkt wird, wenn sie sichtbar ist, sprich wenn Wasser bereits aus dem System austritt. Korrosionserscheinungen werden dann also durch tropfende Rohrleitungen, rostiges Heizungswasser beim Entleeren oder beschädigte Bauteile im Heizsystem festgestellt. Zu diesem Zeitpunkt hat sich die Korrosion aber bereits über einen langen Zeitraum hinweg im Hintergrund beziehungsweise im nicht sichtbaren Inneren des Heizsystems entwickelt und ausgebreitet.

Rostbraunes Heizungswasser in einem Becher.
Quelle: UWS Technologie
Rostbraunes Heizungswasser ist ein sicheres Indiz für Korrosion in der Heizanlage.

Regelmäßige Kontrollen des Umlaufwassers können ein wenig helfen, solche Qualitätsmängel aufzudecken, jedoch ist es auch hierbei bereits oft zu spät und der Vordruckverlust des Membranausdehnungsgefäßes wird zum Beispiel durch Wasseranalysen nicht aufgedeckt.

Doch was tun? Die Firma UWS Technologie hält eine Lösung parat, mit der Korrosion frühzeitig entdeckt und Schäden an der Anlage somit effektiv entgegengewirkt werden kann.

Die "Heat Guard"-Serie

Mit der neuen "Heat Guard"-Serie wird das Heizsystem unter dauerhafte Beobachtung gestellt. Das innovative System ist dabei mit einem Feueralarm vergleichbar: Bestimmte Parameter in der Heizanlage werden kontinuierlich überwacht, gemessen und analysiert.

Ein installiertes
Quelle: UWS Technologie
Eine permanente Überwachung der Heizwasserqualität mit "Heat Guard Online" ist gerade in großen Wärmeverteilungssystemen der optimale Schutz sowohl für das Wärmeverteilungssystem wie für die Installationskomponenten, wie Pumpen, Bauteile und Wärmeerzeuger.

Sobald die potenzielle Gefahr einer Flächenkorrosion besteht, schlägt das System je nach Ausführung "Alarm". Dies ermöglicht eine rechtzeitige Aktion, um die Heizanlage frühzeitig zu schützen. Die "Heat Guard"-Serie lässt sich in zwei Gruppen aufteilen: Korrosionsmonitoring und Onlineüberwachung.

Das Auge im Heizwasser

Die Module der ersten Gruppe melden Korrosionsgefahr, sobald sich im Rohrsystem erste Anzeichen dafür finden, beispielsweise durch den bereits zuvor erwähnten, unbeabsichtigten Sauerstoffeintritt. Das Funktionsprinzip: Ein auf einer patentierten Technologie basierender Korrosionssensor speichert alle sieben Stunden die gemessene Korrosionsrate eines eingebauten Metallplättchens. Die ermittelten und gespeicherten Korrosionsraten werden dann auf Basis von Trendrechnungen durchgeführt.

Ermittelte Abtragraten von einwandfreien und belasteten Zentralheizungssystemen lassen eine verlässliche Aussage über eine normale oder schädliche Korrosionsgeschwindigkeit zu und melden bei zu hoher Abtragrate – ausgedrückt in µm/anno – Alarm. So kann frühzeitig agiert werden.

Die UWS Technologie bietet verschiedene Module zum Korrosionsmonitoring an. Zwei davon werden im Folgenden vorgestellt:

"Heat Guard Smart AD"

Mit diesem Modul können Korrosionserscheinungen in Heizkreissystemen zuverlässig erkannt werden. Der "Heat Guard Smart AD" ist mit dem "Quick-FIX"-Dreiwegehahn mit integrierter Messsonde ideal für den Einbau in Rohrstrecken mit Anschlussmöglichkeit für Druckausgleichsgefäße. Die Spitze der Messsonde mit dem Metallplättchen befindet sich in der Wasserströmung und zeigt auch Störungen am Ausdehnungsgefäß an, zum Beispiel eine gerissene Blase und die daraus resultierenden Störungen im System.

Der
Quelle: UWS Technologie
Die häufigste Ursache für Belastungen des Heizungswassers ist der unvermeidliche Vordruckverlust bei Membranausdehnungsgefäßen, der von außen nie auffällt…

Der
Quelle: UWS Technologie
..., durch die "Heat Guard"-Serie aber über das Korrosionsmonitoring detektiert werden kann.

Wartungsarbeiten am Druckausgleichsgefäß können einfach und schnell durchgeführt werden. An diesem Modul ist ein potenzialfreier Kontakt zur Meldung von Störungen auf eine Gebäudeleittechnik vorhanden. Ebenso zeichnet die Elektronik den Verlauf der Korrosionsabtragrate auf. Verlaufskurven der Korrosionsraten sowie die Temperatur können jederzeit ausgelesen werden. Eine preisgünstige Variante ermöglicht diese Überwachung bereits ab dem Einfamilienhaus.

"Heat Guard Smart"

Der "Heat Guard Smart" leitet über einen potenzialfreien Kontakt Störmeldungen an die Gebäudeleittechnik weiter, das heißt, sobald Korrosionsgefahr erkannt wurde. Im Gegensatz zu anderen Modulen der "Heat Guard"-Serie, bei denen die Daten vor Ort ausgelesen werden müssen, verfügt der "Heat Guard Smart" über einen Netzwerkanschluss, der eine Übertragung der Daten per Ethernet ermöglicht.

Die Grafik zeigt, wie der
Quelle: UWS Technologie
Bestimmte Parameter in der Heizanlage werden über die entsprechenden Sensoren kontinuierlich überwacht, gemessen und analysiert, um möglichst frühzeitig eventuelle Korrosionsrisiken aufzudecken.

Weiterführende Informationen: http://www.heaty.de

Mittwoch, 23.08.2017

Rüdiger  Bleyl
Von Rüdiger Bleyl
Vertriebsleiter D / A / CH, UWS Technologie