Handwerk macht mehr Umsatz mit weniger Beschäftigten

SHK-Branche ist Konjunktur-Lokomotive

Dienstag, 14.12.2021

SHK-Branche mit deutlichem Umsatzplus, Baupreise gehen wegen Materialengpässen durch die Decke, aber da zeigt sich ein Silberstreif am Horizont…

Im dritten Quartal des Jahres (Q3) erwirtschaftete das zulassungspflichtige Handwerk ein Umsatz-Plus von 3,6 Prozent, wie Destatis mitteilt. Die Anzahl der im Handwerk Beschäftigten hingegen sank im gleichen Zeitraum um 1,2 Prozent. Als zugkräftige Konjunktur-Lokomotive erweist sich das Ausbaugewerbe und damit auch die SHK-Branche mit einem Plus von 8,4 Prozent. Der Q3-Zuwachs im Bauhauptgewerbe hingegen fiel mit knapp drei Prozent moderater aus. Über alle drei Quartale 2021 ist jedoch ein Umsatz-Minus von 5,4 Prozent zu vermelden (siehe Grafik).

Umsatzbezogen mussten das KfZ-Gewerbe (- 6,3 Prozent) und die Handwerke für den privaten Bedarf (-3,3 Prozent) deutlich Federn lassen. Bei letzteren sank sogar die Zahl der Beschäftigten um neun Prozent.

Corona und Lieferengpässe können den Bau-Boom nicht stoppen…
Quelle: Martin
Corona und Lieferengpässe können den Bau-Boom nicht stoppen…

Baupreise gehen durch die Decke

Das Geschäftsklima der gesamten Wirtschaft hat sich im November weiter verschlechtert, wie der entsprechende Index des ifo-Instituts in München nahelegt. Ursache dafür sind vornehmlich Corona und Lieferengpässe. Das Bauhauptgewerbe macht hier keine Ausnahme.

Dessen ungeachtet gehen die Baupreise für Wohngebäude durch die Decke – die stiegen im August mit 12,6 Prozent (verglichen mit August 2020) so stark wie seit mehr als 50 Jahren nicht mehr! Das zeigt der Blick auf den Baupreis-Index von Destatis (2015 = 100). Im August 2020 notierte diese Kennzahl bei 115,1 – im August 2021 bereits bei 129,6. Eine ähnliche Preissteigerung vermeldet Destatis auch für die Kosten der Instandhaltung von Wohngebäuden.

Die Baukonjunktur in den ersten neun Monaten 2021.
Quelle: HDB
Die Baukonjunktur in den ersten neun Monaten 2021.

Positiv ist der Auftragseingang der Bauindustrie zu bewerten, der im September ein Plus von 8,6 Prozent aufwies, verglichen mit dem Vorjahr.
Die Bremsspuren in der Bauwirtschaft kommentiert Tim-Oliver Müller, Geschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB): „Die durch die Lieferengpässe verursachten Verzögerungen in der Bauausführung machen sich mittlerweile auch in der Reichweite der Auftragsbestände bemerkbar. Diese haben mit 4,6 Monaten einen noch nie dagewesenen Oktober-Höchststand erreicht!“ Immerhin: Für das vierte Quartal sieht der HDB einen Silberstreifen am Horizont: Die Versorgung mit Baumaterial scheint sich zu normalisieren. Darauf deute die rückläufige Preisentwicklung einzelner Werkstoffe wie Bauholz und Betonstahl hin.

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