Gütesicherung für Solarenergieanlagen reaktiviert

Solarthermische und photovoltaische Anlagen zur Gewinnung von Sonnenenergie können nur dann wirtschaftlich und sicher betrieben werden, wenn sie aus hochwertigen Komponenten hergestellt, sachgerecht geplant und errichtet sowie regelmäßig gewartet werden. Für klare Qualitätskriterien steht jetzt wieder das RAL Gütezeichen Solarenergieanlagen.

Nachdem es eineinhalb Jahre lang nicht verfügbar war, wurde die Gütesicherung wieder aktiviert und inhaltlich neu gefasst. Die Praxis hatte gezeigt, dass insbesondere Handwerker, die mit dem Aufbau und der Wartung von Solarenergieanlagen betraut sind, auf die Güte- und Prüfbestimmungen des RAL Gütezeichens als Grundlage für ihre Arbeit zurückgreifen.

Eine Solarenergieanlage.
Quelle: RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V.

Das RAL Gütezeichen Solarenergieanlagen stellt bei photovoltaischen Anlagen unter anderem strenge Anforderungen an die technischen Produktunterlagen, die Sicherheit, die Modul-Anschlussdosen und an Kabelführungen sowie Steckverbindungen. Solarthermische Anlagen müssen hohe Anforderungen hinsichtlich der Beschaffenheit ihrer Sonnenkollektoren, der Wärmeträgermedien, der Solarspeicher und der Montagesysteme erfüllen. Um den Nutzern der Solarenergieanlagen zudem dauerhaft hohe Sicherheit zu bieten, muss der korrekte Umgang in den Gebrauchsanleitungen unmissverständlich erklärt werden.

Neben dem Standort hängt die Wirtschaftlichkeit einer Solarenergieanlage maßgeblich von deren Langlebigkeit ab. Das RAL Gütezeichen sieht daher vor, dass die verwendeten Montagesysteme und Befestigungsmaterialien eine hohe Wetter- und Korrosionsbeständigkeit aufweisen, die mindestens 20 Jahre lang Schutz gegen ein korrosionsbedingtes Bauteilversagen gibt. Zudem wird mindestens alle vier Jahre eine Kontrolle der Anlage empfohlen. Mit der Wartung gütegesicherter Solarenergieanlagen darf nur fachlich qualifiziertes Personal betraut werden.

Weiterführende Informationen: https://www.ral-guetezeichen.de

Dienstag, 28.08.2018