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Fragen und Antworten zur Systemkomponente "Heizungswasser"

Die sogenannten geringinvestiven Maßnahmen rund um die Anlagenhydraulik von Heizungssystemen, etwa Pumpentausch oder hydraulischer Abgleich, können bekanntlich erhebliche Energieeffizienzpotentiale heben. Welche Maßnahmen zur Revitalisierung von Bestandsanlagen lassen sich noch effektiv umsetzen?

Oftmals kann schon die Instandsetzung oder Erneuerung der Druckhaltung eine deutliche Verbesserung bringen. Aber auch vorbeugende Maßnahmen, wie die Installation von Luftabscheidern bzw. Entgasern sowie von Schlamm- und Magnetitabscheidern, machen sich über die Laufzeit positiv bemerkbar. Dazu gibt es Studien und Erfahrungsberichte, die den Erfolg belegen – Energieeinsparung und sehr viel weniger Störungen und Defekte.

Doch auch der Einsatz von Chemikalien kann bei belasteten Bestandsanlagen zu einer Verbesserung beitragen: Manchmal lässt sich nur durch ein Spülen bzw. Reinigen der Anlage und durch den Einsatz von Korrosionsinhibitoren eine stabile Wasserqualität und damit ein reibungsloser Anlagenbetrieb gewährleisten. Für diese Maßnahmen ist von Seiten des Handwerkers sicher etwas Überzeugungsarbeit zu leisten. Hier kann er aber seine Kompetenz zeigen. Hat er auf die Problematik hingewiesen und der Kunde lehnt weitere Maßnahmen ab, sollte das dokumentiert werden. Das beugt eventuell auftretenden Folgen vor.

Ein geöffneter und ein geschlossener
Quelle: Spirotech
Bei größeren und großen Anlagen empfiehlt sich der Einsatz von Vakuumentgasern, wie der "SpiroVent Superior". Die neue Spirotech-Gerätegeneration steht im Frühjahr 2019 zur Verfügung.

Kann man diese installationstechnischen Maßnahmen von ihrer energetischen Wirkung her gliedern bzw. priorisieren?

Pauschal geht das sicher nicht, dazu sind die Anlagen zu unterschiedlich. Und es würde vorausgesetzt, dass alle Bestandteile gleich blieben und nur eine Luft- bzw. Schlammabscheidung hinzukäme. Erst dann könnte die energetische Wirkung einigermaßen verglichen werden. Gehen wir aber davon aus, dass Ursachen- vor Symptombekämpfung kommt, so stehen an erster Stelle alle Maßnahmen zur Vermeidung oder Verringerung von Luft bzw. Sauerstoff im System, wie Druckhaltung, Luftabscheidung und Entgasung. Komponenten zur Reduzierung von Partikeln und Verschmutzungen stehen dann an zweiter Stelle.

Sind praxisgerechte "Checklisten" verfügbar, welche das hydraulische System als "großes Ganzes" betrachten, anstatt nur Teilaspekte zu behandeln?

Nicht selten steckt der Fachmann bei der Betrachtung des Gesamtsystems in der Zwickmühle zwischen herstellerspezifischen Vorgaben, den geltenden Normen und Richtlinien, technisch sinnvollen Maßnahmen und dem knappen Projektbudget des Auftraggebers. Checklisten könnten diese Zwickmühle nur sehr unzureichend auflösen. Aber genau hier stehen wir bei Spirotech gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Welche Unterstützung geben Sie den SHK-Fachleuten an die Hand?

Beratung und Aufklärung über das Anlagenwasser als wesentlichen Teil des Gesamtsystems und die Vermittlung von Hintergrundwissen sehen wir, nach wie vor, als wichtige Aufgabe. Das tun wir auf verschiedenen Ebenen, etwa über die heute üblichen Informationskanäle wie Print- und Digitalmedien, über unser Planungshandbuch, aber auch durch regelmäßige Schulungen sowie intensive Beratung bei Projekten.

Darüber hinaus unterstützen wir den Fachmann bei Bedarf direkt auf der Baustelle oder durch eine professionelle Analyse des Heizungswassers und geben ihm wichtige Handlungsempfehlungen. Vorbeugung und ein störungsfreier Anlagenbetrieb sollten für alle am Bau Beteiligten die wichtigsten Ziele sein.

Ein Magnetitabscheider
Quelle: Spirotech
Sinnvoll bei einem Heizungstausch: der Magnetitabscheider "Spirotrap MB3" entfernt Partikel aus der Systemflüssigkeit.

Welche Ziele verfolgen Sie mittelfristig? Gibt es neue oder andere Schwerpunkte?

Bei der großen Anzahl wasserführender Heizungsanlagen gibt es noch enormes Potential, diese sicherer und effizienter zu gestalten. Und daher arbeiten wir permanent daran, unsere Produkte noch besser zu machen. Dabei betrachten wir immer stärker auch das reibungslose Zusammenspiel aller Anlagenkomponenten, die maßgeblich die Heizungswasserqualität beeinflussen.

Weiterführende Informationen: https://www.spirotech.de/

Montag, 15.04.2019