Einfamilienhaus führt Architektur und Ökologie zusammen

Der Neubau wird über eine Luft/Wasser-Wärmepumpe mit integrierter Wohnraumlüftung und eigenem Photovoltaik-Strom weitgehend selbstständig versorgt.

Das erst vor wenigen Monaten bezogene, neue Einfamilienhaus von Familie Brun aus Heiden (Kreis Borken, Münsterland) zeichnet sich durch eine fast schon prototypische Klarheit aus: Gerade Linien, flächige Grautöne und minimale Dachüberstände prägen den kubischen Baukörper. Zur Straßenseite hin lediglich durch schmale Lichtbänder geöffnet, lassen Richtung Garten bodentiefe Fenster und großzügige Schiebetüren viel Licht und Luft ins Haus. Konsequent setzt sich diese Klarheit im Inneren fort, durch die komplett offene Bauweise im Erdgeschoss mit Wohn- und Esszimmer sowie Küche. Lediglich der Hauswirtschaftsraum und der Flur mit Sichtbetontreppe ins Obergeschoss sind abgetrennt.

Ein Einfamilienhaus von außen.
Quelle: Vaillant
Zeitgemäßes Wohnen, von der offenen Grundrissgestaltung über die reduzierte Möblierung bis hin zum ergänzenden Kamin, durchaus auch aus ökologischen Gründen – der Neubau in Heiden ist fast prototypisch für die aktuelle Generation junger Bauherren.

Das ist (frei geplante) Architektur am Puls der Zeit, realisiert als Fertighaus auf dem Energiestandard KfW-Effizienzhaus 40 Plus in Ständerwerk-Ausführung von WeberHaus (Wenden). "Wir wussten genau, was wir wollten, und WeberHaus konnte uns das auf dem von uns ebenfalls eingeforderten Qualitätsniveau auch genau so bauen", erinnern sich Tanja und Philip Brun an den Entscheidungsprozess, mit welchem Anbieter sie wo ihren Traum vom Eigenheim verwirklichen wollten. "Viel schwerer als das Haus selbst war da schon fast die Standortfrage. Denn Bauplätze sind auch in unserer Heimatregion rar, wenn man unabhängig vom Kaufpreis auf jeden Fall nur ein kleines Grundstück möchte".

Was auf den ersten Blick und übertragen auf andere Regionen in Deutschland vielleicht wie ein Luxusproblem erscheint, war für Tanja und Philip Brun aber eine Grundsatzfrage. Denn ihr Haus ist zugleich ein Statement. Und zwar das Statement eines jungen Paares, das ein eigenes Heim bauen möchte – aber nicht "für die Nachbarn", sondern einzig präzise ausgerichtet entlang der ganz persönlichen Lebensplanung. Also so groß wie nötig, aber so klein wie möglich. So gemütlich wie möglich, aber so pflegeleicht und in der Unterhaltung so kostengünstig, wie eben machbar. Trotz aller Verpflichtungen, die immer mit dem Bau eines Hauses einhergehen, wollte sich das junge Paar auf keinen Fall die berufliche und private Entwicklung, die Hobbys und die Familie durch dieses Projekt einschränken lassen.

Vorgefertigte All-in-one-Lösung

Entsprechend intensiv wurde deswegen auch von Anfang an das Thema Betriebskosten behandelt. Der hohe Energiestandard als KfW-Effizienzhaus 40 Plus war dabei schon durch WeberHaus gesetzt. Das heißt: Der Primärenergiebedarf liegt auf jeden Fall unter 40 kWh/m²a. Gedeckt wird er, stand auch von Anfang an fest, durch eine Luft/Wasser-Wärmepumpe "recoCOMPACT exclusive" von Vaillant.

Diese All-in-one-Lösung wird in einem kompakten Gehäuse, etwa so groß wie ein kleiner Kleiderschrank, komplett vormontiert angeliefert. Für die einfachere Einbringung ist das Gehäuse aber teilbar. Der Vorteil der werksseitigen Vormontage: Die gesamte Installation inklusive Verdrahtung und Anbindung an die bauseitige Verrohrung, also die Flächentemperierung und die Luftkanäle der Wohnraumlüftung, lässt sich auf der Baustelle innerhalb von ein bis zwei Arbeitstagen erledigen.

Vaillant Vermarktungsmanager Jan-Christopher Müller: "Für den Bauherrn ist das perfekt, denn die Haustechnik ist damit auf dem gleichen hohen Vorfertigungsgrad wie hier schon das WeberHaus. Das spart nicht nur wertvolle Bauzeit, sondern gibt die Sicherheit des abgestimmten und geprüften Gesamtsystems, das von Anfang an absolut reibungslos funktionierte."

Ein Mann lehnt an einer Wärmepumpe.
Quelle: Vaillant
Der Einsatz der Wärmepumpe im Brun-Neubau ist für Vaillant Produktmanager Christian Wimmer ein Paradebeispiel, wie platzsparend und flexibel die Anlagenkombination eingesetzt werden kann, und zwar "bis zum Anschluss an die bauseitig gestellten Lüftungskanäle oder dem notwendigen Verzicht auf das sonst obligatorische Abluft-Modul Wärmetauscher für die Wohnungslüftung, weil in diesem Haus noch ein offener Kamin steht."

Für das Fachhandwerk wiederum hat die Kombination aus Luft/Wasser-Wärmepumpe und Wohnraumlüftung in einer Baugruppe gerade in Zeiten von Vollauslastung den entscheidenden Vorteil der höheren Wertschöpfung, so Vaillant Produktmanager Christian Wimmer: "Zeitintensive Installationsarbeiten unter manchmal schwierigen Platzbedingungen entfallen damit genauso wie die oft notwendige, ebenfalls Zeit raubende Beschaffung von Kleinteilen oder der Koordinationsaufwand, der möglicherweise durch Geräte unterschiedlicher Anbieter verursacht wird."

Mittwoch, 23.01.2019