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Dezentrale Wohnraumlüftung im Einfamilienhaus nachgerüstet

Im Kreis Heinsberg, dem westlichsten aller Landkreise der Bundesrepublik, direkt an der Grenze zu den Niederlanden, steht seit 1980 das Heim des Ehepaars Gronau. Nachdem nachträglich ein Wintergarten errichtet worden war, um witterungsunabhängig die Terrasse nutzen zu können, ergab sich im Schlafzimmer ein Problem mit der Be- und Entlüftung. Durch den Einsatz eines Systems der dezentralen Wohnraumlüftung konnte dieses praxisgerecht gelöst werden.

Ein Haus mit einem dezentralen Lüftungsgerät von außen.
Quelle: Zehnder Group Deutschland
Das Schlafzimmer im Erdgeschoss rechts wurde ursprünglich durch die Terrassentür mit Außenluft versorgt. Seit der Umgestaltung der Veranda zum Wintergarten war dies nicht mehr möglich. Die Lösung: ein dezentrales Lüftungsgerät mit Enthalpie-Wärmeübertrager (rechts neben dem Vordach).

200 m² Wohnfläche bietet das Einfamilienhaus der Gronaus auf zwei Etagen in solider Klinkerbauweise, errichtet 1980. "Als wir uns dazu entschieden, die Terrasse nachträglich in einen Wintergarten umzuwandeln, entstand jedoch ein Problem hinsichtlich der Be- und Entlüftung des Schlafzimmers", erinnert sich Eigentümer und Bewohner Klaus Gronau.

Durch die Einfriedung des Wintergartens hatte das Schlafzimmerfenster keine direkte Verbindung mehr in den Garten hinaus, es öffnete nun in den Wintergarten hinein. So wurde die Gewährleistung einer ausreichenden Außenluftzufuhr in diesem Raum aber zum Problem, genauso wie die Regulierung der Luftfeuchte.

Im Schlaf geben Menschen pro Nacht zwischen 0,5 und zwei Liter Flüssigkeit an die Raumluft ab, die sich bei mangelndem Luftaustausch an den Wänden niederschlagen und ein Bauschimmelproblem verursachen kann. Zudem ist es natürlich gesundheitlich eminent wichtig, während der Schlafphase ausreichend Sauerstoff zur Verfügung zu haben.

Und auch der generelle Behaglichkeitsfaktor sollte nicht außer Acht gelassen werden: "Hätten wir etwa nur eine Umluft-Klimaanlage installiert", so Dipl.-Ing. Frank Bongartz von Bongartz Versorgungstechnik im nahen Heinsberg, "dann hätten wir im Prinzip nur bedarfsgerecht die schlechte Raumluft mit zu hohem CO2-Anteil und zu viel Luftfeuchte gekühlt. Das Belüftungsproblem selbst wäre dadurch nicht in den Griff zu bekommen gewesen."

Deshalb suchten die Bewohner zusammen mit dem SHK-Fachmann nach einer dezentralen Lüftungslösung, welche die durch den Umbau entstandene, unbefriedigende Belüftungssituation hygienisch sowie energie- und kosteneffizient lösen kann. "Es kommt ja noch hinzu, dass wir im Wintergarten viele Pflanzen haben", so Hausbesitzer Klaus Gronau. "Weder wollten wir deren Ausdünstungen oder etwaige Insekten durch das Fenster in unser Schlafzimmer einladen, noch den Wintergarten öffnen, wenn wir das Schlafzimmer lüften wollen." Denn das würde ja den Sinn des warmen Wintergartens für die Bepflanzung auf den Kopf stellen.

"Deshalb waren wir sehr angetan, als Herr Bongartz uns mit Zehnder-»ComfoSpot 50« eine innovative dezentrale Lüftungslösung vorschlug, die alle Fliegen mit einer Klappe schlägt", so der Hausherr weiter. Es handelt sich dabei um ein Einzelraumgerät, welches, laut Hersteller, in verschiedenen Stufen leise für ausreichend Außenluft sorgt und die Wärme von der Ab- auf die Zuluft überträgt.

Überdies kann es, aufgrund eines integrierten Enthalpie-Wärmeübertragers, zusätzlich zur Wärme auch Luftfeuchte zurückgewinnen. Das bedeutet einerseits nie zu feuchte Raumluft und Schimmelgefahr, andererseits aber auch gerade im Winter keine zu trockene Atemluft im Schlafzimmer.

"Neben den Vorzügen in puncto Gesundheit, Wohnbehaglichkeit und Effizienz konnte auch die Einfachheit der Montage voll überzeugen", betont Installateur Bongartz. "Im Prinzip muss nur eine Kernlochbohrung in der Hausfassade vorgenommen und ein 230-V-Stromanschluss gelegt werden." In diese Kernlochbohrung von 340 mm Durchmesser schiebt der Monteur ein Wandeinbaurohr, das sich je nach Außenwandstärke beliebig von 350 bis 600 mm einkürzen lässt.

Ein Handwerker montiert das Einbaurohr für ein dezentrales Lüftungsgerät.
Quelle: Zehnder Group Deutschland
Die gesamte Technik der dezentralen Wohnraumlüftung befindet sich in einem Einbaurohr aus EPP.

Darin versenkt er einen genau passenden Zylinder mit EPP-Ummantelung (Expandiertes Polypropylen), der die gesamte Gerätetechnik inklusive ­Enthalpie-Wärmeübertrager enthält. Das EPP bietet eine starke Wärme- und Schalldämmung, gleichzeitig verschwindet das dezentrale Lüftungsgerät in dem Einbauzylinder fast unsichtbar in der Wand: Nur je ein dezenter Design-Luftein- und -auslass innen wie außen, der jeweils die Montagehülse mit dem Gerät abdeckt, lässt erahnen, dass hier eine dezentrale Wohnraumlüftung zur Anwendung kommt.

Die Grafik zeigt das Wandeinbaurohr des dezentralen Lüftungsgeräts Zehnder-
Quelle: Zehnder Group Deutschland
Das Wandeinbaurohr von Zehnder-"ComfoSpot 50" kann einfach auf die benötigte Außenwand stärke zwischen 350 und 600 mm eingekürzt werden.

Donnerstag, 09.11.2017