Braucht es Wasserstoff?

Am Markt sind mittlerweile Wärmepumpen erhältlich, wie zum Beispiel die Hochtemperatur-Luft/Wasser-Wärmepumpe Daikin „Altherma 3 H HT“, die auch für den ungedämmten Altbau hohe Vorlauftemperaturen (bis 70 °C) bereitstellen können. Mit diesen Wärmepumpen ist es einfach, bestehende Öl- oder Gasheizungen auszutauschen.

Durch die hohe Endenergieausnutzung sind Wärmepumpen eine Komplettlösung für die intelligente Gebäudekonditionierung und ein wesentlicher Baustein zur Umsetzung der Energiewende im Gebäudebereich. Mit dem Klimaschutzpaket und der CO2-Bepreisung von Verkehr und Wärme seit 2021 hat die Politik die Richtung vorgegeben: Im Verhältnis wird Strom durch das Ansteigen der Preise für fossile Brennstoffe in Zukunft günstiger werden. Hinzu kommt, dass der Ökostrom-Anteil kontinuierlich wächst. Das bedeutet, Heiz- und Klimatechnologie basierend auf dem Wärmepumpenprinzip trägt bereits heute zu einer weitgehend treibhausgasneutralen Energieversorgung bei.

Fazit

Gebäude, die mit Wärmepumpen ausgestattet sind, entlasten die Nachfrage nach Wasserstoff. Für die Bereiche, die wirklich auf „grünen Wasserstoff“ als erneuerbare Energiequelle angewiesen sind, stünde der Gebäudesektor nicht in Konkurrenz, sondern entlastet die Nachfrage. Und auch das Fraunhofer IEE kommt zum Schluss, dass für eine Versorgung der dezentralen Gebäudewärme der Einsatz von Wasserstoff nicht notwendig ist: Letztendlich kommt „grüner Wasserstoff“ für eine CO2-Einsparung im Gebäudebereich zu spät. Eine Wärmeversorgung mit elektrischen Wärmepumpen ist effizienter und effektiver gegenüber der Verwendung von Wasserstoff.

Dienstag, 06.07.2021

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