Branchen-News zu Covid 19

Mit Blick auf die im März 2021 geplante ISH in Frankfurt am Main wollte der ZVSHK zudem wissen, ob das Innungshandwerk die Leitmesse weiter als Branchen-Treffpunkt und Informationsplattform für erforderlich hält. 71,9 Prozent der Befragten stimmen dieser Aussage zu. Einen ähnlich hohen Zustimmungswert (69,8 Prozent) erhielt die Aussage, dass die verantwortungsbewusste Durchführung der ISH und anderer Branchenmessen gerade in Corona-Zeiten gesellschaftlich relevante Aufgaben wie Klimaschutz, Energieeffizienz, Hygiene und Gesundheit in den öffentlichen Fokus rücken wird.

"Wir sind uns alle einig, dass die ISH 2021 aufgrund des strikten Hygienekonzeptes anders verlaufen wird als die Messen zuvor", kommentiert Helmut Bramann. Der ZVSHK wollte daher von den Betrieben wissen, ob die sich daraus ergebenden Folgen wie großzügige Gehwege, kein Gedrängel auf den Messeständen und in den Hallen nicht sogar als Vorteil für einen eigenen Messebesuch gewertet werden können. "Zwei Drittel der Mitgliedschaft sieht das genau so!", sagt Helmut Bramann zum Umfrageergebnis und gibt sich zuversichtlich, dass das Fachhandwerk im kommenden März die ISH in großer Zahl besuchen wird. "Vorausgesetzt, sie ist verantwortbar durchzuführen."

Die Aussage: Gerade im Jahr 2021 kann/sollte die ISH zeigen, dass die SHK-Branche für Hygiene, Klimaschutz und Innenraumluftqualität Lösungen parat hat, halten über 70 Prozent der befragten SHK-Unternehmer für richtig. "Diese hohe Zustimmung rundet das Bild ab, das die Umfrageergebnisse uns spiegeln", sagt Hauptgeschäftsführer Bramann. "Für unser Handwerk bleiben Präsenzmessen unverzichtbar. Und ein überzeugendes Hygienekonzept wird sicherstellen, dass die Fachbesucher aus dem Handwerk im März 2021 einen ISH-Besuch in Frankfurt fest einplanen."

09. September

Klimaanlagen Corona-gerecht umrüsten

Die große Koalition hat Ende August beschlossen, eine Förderung zur Corona-gerechten Umrüstung von Klimaanlagen in öffentlichen Gebäuden und Versammlungsstätten aufzulegen. Vorgesehen ist ein Förderprogramm in Höhe von 500 Millionen Euro, befristet auf 2020 und 2021. "Damit trägt die Politik der Erkenntnis Rechnung, dass raumlufttechnische Anlagen deutlich zur Reduktion der Infektionsgefahr in Gebäuden beitragen", erklärt Günther Mertz, Geschäftsführer des Fachverbands Gebäude-Klima e. V., FGK. "Aus wissenschaftlichen Studien ist bekannt, dass insbesondere Klima- und Lüftungsanlagen mit hohem Außenluftanteil die Aerosolkonzentration und damit auch eine mögliche Virenlast in geschlossenen Räumen verringern. Daher begrüßen wir die Entscheidung für das Förderprogramm und empfehlen, in allen Bereichen Lüftungsanlagen im Hinblick auf den hygienischen Betrieb zu ertüchtigen."

Die meisten dieser Anlagen verfügen über eine Lüftungsfunktion mit Außenluft, durch die das Infektionsrisiko vermindert wird. Der FGK empfiehlt dringend, vor allem die Anlagen nachzurüsten, die mit einem geringen Außenluftanteil betrieben werden. Neben der Außenluftversorgung spielen auch die Hygienekontrolle, die Reinigung, Filterung und eine mögliche UVC-Entkeimung eine Rolle.

Räume ohne Lüftungsanlagen können im Hinblick auf Covid-19 kurzfristig mit Sekundärluftfiltern oder UVC-Desinfektion ertüchtigt werden. Diese Lösung stellt allerdings keinen Ersatz für eine Versorgung mit Außenluft dar, da sie einige für die Lüftung relevante Parameter nicht berücksichtigt. Filter und Desinfektion ohne weitere Maßnahmen genügen keinesfalls, um Außenluftqualität zu erreichen, da CO2, gasförmige Stoffe und Gerüche im Raum bleiben. Zielführend ist, die Anlagen so nachzurüsten, dass sie bedarfsgeregelt mit einem möglichst geringen Umluftanteil betrieben werden können.

ISH 2021: AL-KO Therm nimmt nicht teil

AL-KO stellt nach langer und reiflicher Überlegung die Sicherheit für Kunden und Mitarbeiter in den Vordergrund und sagt die geplante Messeteilnahme für 2021 ab. Die Beteiligung an weiteren branchenüblichen Messen wird je nach Fortschritt der Pandemie situationsbedingt entschieden.

Freitag, 18.09.2020