Branchen-News zu Covid 19

Bei einem Neustart wird es darum gehen, dass alle handwerklichen Tätigkeiten und Dienstleistungen, die derzeit aufgrund behördlicher Vorgaben untersagt sind, schnellstmöglich wieder aufgenommen werden können [...]

Notwendig ist zugleich ein zeitnaher Neustart in den einschlägigen Verwaltungen, z.B. bei den Kfz-Zulassungsstellen, den Straßenverkehrsbehörden und sonstigen Ämtern, auf die Handwerksunterneh-men angewiesen sind, um ihre Aufgaben zu erfüllen. Ebenso wichtig ist auch, dass wieder für alle im Handwerk Beschäftigten - über die systemrelevanten Bereiche hinausgehend - zu einer umfassenden Kinderbetreuung zurückgekehrt wird.

Dritter zentraler Eckpunkt einer effektiven Exit-Strategie, die das Handwerk von Beginn an einbezieht, müssen wirksame Impulse zur Wiederbelebung der Nachfrage sein. Es sollten verstärkt und beschleunigt öffentliche Aufträge vergeben und Vergabeverfahren möglichst schlank gestaltet werden. Nachfrageimpulse könnten zudem über Investitionsanreize sowie steuerliche Entlastungen von Unternehmen und Handwerkskunden gegeben werden. Außerdem setzen wir uns für ein umfassendes Belastungsmoratorium sowohl im Bereich der Regulierung als auch z.B. bei Sozialbeiträgen ein.

Beim Neustart gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Aktivitäten muss unbedingt vermieden werden, dass ein föderaler Flickenteppich entsteht. Bund und Länder müssen gemeinsam für einheitliche und vor allem auch klare Regeln sorgen, welche Unternehmen unter welchen Bedingungen wieder arbeiten und öffnen können. Klare Perspektiven sind für die Planungen unserer Betriebe wichtig, damit sie sich auf das Wiederhochfahren ihrer Tätigkeit vorbereiten können und so ein rascher Neustart auch gelingen kann."

Pumpenhersteller Grundfos ruft zum Schulterschluss auf

Unter dem Hashtag #gemeinsamfürshandwerk nutzt Grundfos die Medien und sozialen Netzwerke für einen Aufruf zur Solidarität. Mit der Botschaft: Wer vom Einsatz des lokalen Handwerks profitiert, kann durch Kundentreue und Aufträge auch etwas zurückgeben. Besonders jetzt, da sich die Bücher durch die kollektive Schockstarre und einbrechende Wirtschaft bedrohlich leeren.

Zum Krisenszenario gehört eben leider auch, dass selbst bei den systemrelevanten Berufsgruppen der Sanitär-, Heizungs- und Klimabranche nicht weniger als die nackte Existenz auf dem Spiel steht. Wovon jetzt schon spürbar die gesamte Lieferkette betroffen ist. Dabei versteht sich der Pumpenspezialist nicht nur als Antreiber, sondern als tatkräftiger Vormacher. Grundfos stellt deshalb nicht nur den Schutz der eigenen Mitarbeiter, seiner Kunden und Partner in den Mittelpunkt. Dem Unternehmen liegt neben der globalen Gemeinschaft auch der lokale Handwerker in besonderer Weise am Herzen. Weshalb Grundfos nicht nur rund 1,64 Mio. Euro für diverse Sofortmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie spendet, sondern jetzt auch einen gezielten Appell an die Endverbraucher richtet. Ein Projekt mit großer Reichweite über Online-Medien und soziale Netzwerke wie Facebook, LinkedIn und Instagram, um die Schäden für das Handwerk zu begrenzen.

Siemens Vorstand richtet Covid-19-Hilfsfonds ein

Der Vorstand der Siemens AG hat entschieden, mit sofortiger Wirkung einen Covid-19- Hilfsfonds einzurichten. Dieser Hilfsfonds unter dem Dach des gemeinnützigen Vereins Siemens Caring Hands e.V. ("Caring Hands") soll hilfs- und medizinische Einrichtungen sowie Betroffene der Covid-19-Krise weltweit und unbürokratisch unterstützen.

Alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Siemens AG können weltweit ab sofort Geldspenden an Caring Hands unter dem Stichwort "Covid-19" leisten. Jeder gespendete Euro wird von Siemens zusätzlich verdoppelt. Das heißt, die Siemens AG zahlt nochmal denselben Betrag an Caring Hands. Von dort aus werden die Mittel nach größtem Bedarf satzungsgerecht verwendet.

09.April

Politik bestätigt: Heizungsbranche schützt kritische Infrastrukturen

Die Bundesregierung hat die Heizungsbranche mit Industrie, Großhandel und Handwerk als systemrelevant für den Schutz kritischer Infrastrukturen eingestuft. Das Gesundheitswesen und der Schutz von Senioren spielen eine zentrale Rolle für die Bewältigung der Corona-Krise. Krankenhäuser, Seniorenheime, Wohnblocks, aber auch das Eigenheim benötigen eine gesicherte Versorgung mit Wärme und Warmwasser. Diese Einstufung betrifft somit das Heizungsfachhandwerk sowie die Werkskundendienste der BDH-Mitgliedsunternehmen, die für die Versorgungssicherheit durch große Heizzentralen, Trinkwasserkaskaden und weiterer gebäudetechnischer Anlagen sorgen.

Freitag, 18.09.2020