Beliebter Tausendsassa

Börsch, der nicht nur der Vermieter des Ferienhauses, sondern auch Geschäftsführer eines Handwerksunternehmens mit dem Schwerpunkt auf Wärmepumpen und Klimatechnik ist, weiß genau, warum er auf dieses Konzept gesetzt hat: "Die Wärmepumpe nutzt die Energie hocheffizient. Aus einem Teil Antriebsstrom erzeugt sie ein Vielfaches an Wärmeleistung." Besonders in Kombination mit der Flächenheizung kann die Wärmepumpe ihre Vorzüge in den liebevoll eingerichteten Wohnungen voll ausspielen.

Wärmepumpe von Mitsubishi.
Quelle: Mitsubishi
Die Wärmepumpe der Börschs ist hervorragend schallgedämmt und garantiert den Bewohnern und den Nachbarn erholsame Nachtruhe.

Höchstleistung auf allen Ebenen

Aber auch gewerblich genutzte Gebäude waren Bestandteil des Programms der BWP-Pressefahrt. Das Strahlentherapiezentrum am Kemperhof in Koblenz besteht aus einem dreistöckigen Praxisgebäude und einer Bunkeranlage, die von einer Wärmepumpen-Anlage mittels Geothermie mit Wärme und Kälte versorgt werden. Die insgesamt drei Wärmepumpen des Herstellers Nibe verfügen über sechs Leistungsstufen, was eine bedarfsgerechte Anpassung an die jeweils benötigte Heiz- und Kühllast ermöglicht.

Bernd Wagner, Geschäftsführer des Anlagenbauers Wagner Gebäudesystemtechnik GmbH, der für die Installation verantwortlich zeichnet, weist auf die Vorteile hin, welche diese Lösung gegenüber herkömmlicheren Heizsystemen bietet: "Die höheren Investitionskosten gegenüber einer vergleichbaren Brennwertlösung haben sich binnen acht Jahren amortisiert, indem die Betriebskosten um mehr als die Hälfte gesunken sind." Alle Praxisräume haben eine Fußbodenheizung mit Einzelraumregelung, außerdem gibt es eine Lüftungsanlage, die den Bunker und einige Praxisräume im Erdgeschoss be- und entlüftet. Besonders positiv ist auch, dass die Anlage den CO₂-Ausstoß des Zentrums um 36 t im Jahr verringert.

Drei Wärmepumpen von Nibe in einem Heiztechnikraum.
Quelle: HeizungsJournal/Pakosch
Die drei Wärmepumpen des Strahlentherapiezentrums am Kemperhof.

Der Firmensitz des Rennstalls Black Falcon liegt am Nürburgring, direkt an der Nordschleife. Das erfolgreiche Team – Erster beim 24-Stunden-Rennen 2013 und 2016 – suchte nach einer ebenso vielversprechenden Lösung und fand sie in einer Erd-Wärmepumpe von Nibe. Mit ihr spart Black Falcon jährlich eine Summe im fünfstelligen Bereich ein, wodurch sich die Mehrinvestitionen seit dem Bau im Jahr 2012 bereits wieder amortisiert haben.

Bernd Wagners Fazit zur Anlage: "Die Wärmepumpe ist deswegen so effizient, weil sie mit geringen Vorlauftemperaturen extrem nah am energetischen Optimum arbeitet." Übergeben wird die Wärme von Fußbodenheizungen im Show-Room und den Arbeitsräumen sowie von Deckenstrahlplatten in der Tiefgarage.

Bernd Wagner und eine Nibe-Wärmepumpe.
Quelle: HeizungsJournal/Pakosch
Bernd Wagner riet Black Falcon zu einer erdgekoppelten Wärmepumpe, die dem Rennstall viel Energie einspart

Die zweitägige Fahrt zeigte eines: Wärmepumpen sind vielfältig einsetzbar, flexibel kombinierbar und helfen gleichzeitig der Umwelt. Die Voraussetzung für einen gelungenen Einsatz ist und bleibt dabei aber ein engagierter und leidenschaftlicher Fachhandwerker, der mit praxisgeprägtem Know-how, pragmatischer Vorgehensweise und Mut zu ungewöhnlichen Lösungen direkt bei den Kunden für die passende Lösung sorgt.

Dienstag, 25.09.2018

Von Jennifer Pakosch
Online-Redakteurin, Heizungs-Journal Verlags-GmbH